GESUNDHEIT: Hohes Gesundheitsbewusstsein, tiefe Kosten

Seit 2002 wird die Schweizer Bevölkerung alle fünf Jahre in Sachen Gesundheit befragt. Jetzt liegen die Daten von 2007 vor: Luzernerinnen und Luzerner fühlen sich fit, sie achten auf Bewegung und gesunde Ernährung.

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Gesunde Luzerner: hier der Fit- und Lauftreff Kriens im April. (Bild Manuela Jans / NeueLZ)

Gesunde Luzerner: hier der Fit- und Lauftreff Kriens im April. (Bild Manuela Jans / NeueLZ)

Arzt- und Spitalbesuche sowie Medikamentenkonsum liegen unter dem schweizerischen Durchschnitt - auch die Gesundheitskosten sind tiefer, so die Pressemitteilung der Luzerner Staatskanzlei.

Die Kantonsärztlichen Dienste des Kantons Luzern stellen am Freitag den Fachbericht «Gesundheit im Kanton Luzern» einem breiten Publikum aus dem Gesundheitsbereich, aus Politik und Bildungswesen vor. Der wichtigste Befund: Luzernerinnen und Luzerner haben in Sachen Gesundheitsbewusstsein die Nase vorn.

«Verbessert hat sich die Bevölkerung im Kanton Luzern genau dort, wo wir aktuell die Schwerpunkte in der Gesundheitsförderung setzen», sagt Regierungsrat Guido Graf, «bei der Bewegung, der gesunden Ernährung und der psychischen Gesundheit.» Entsprechend liege der Kanton Luzern bei den Pro-Kopf-Kosten im Gesundheitswesen und bei den Krankenkassenprämien um je 500 Franken unter dem schweizerischen Durchschnitt, so Graf laut der Pressemitteilung der Luzerner Staatskanzlei.

Erfreuliche Trends beim Gesundheitszustand Gesundheitliches Wohlbefinden hänge eng mit Alter und Bildungsstand, mit persönlichen und sozialen Ressourcen zusammen, schreibe der Fachbericht: Ältere Personen würden sich tendenziell schlechter fühlen, Personen mit geringer Bildung und tieferem Einkommen seien häufiger übergewichtig, würden an erhöhten Cholesterinwerten oder Bluthochdruck leiden und benachteiligte Personen mit tiefem Einkommen und geringem beruflichen Ansehen sich gesundheitlich deutlich weniger wohl fühlen.

Mit gezielten Präventions- und Frühinterventions-Massnahmen könne der Gesundheitszustand belasteter Bevölkerungsgruppen verbessert werden, meint Hans-Peter Roost, Stellvertreter der Kantonsärztin Annalis Marty-Nussbaumer.

Gesundheitsförderung und Prävention stärken Geschlecht, Lebensstil, Umweltbedingungen und soziale Beziehungen wirken sich markant auf die physische und psychische Gesundheit der Luzernerinnen und Luzerner aus. "Ungesunde Verhaltensweisen wie Fehlernährung, Tabakkonsum, Bewegungsmangel, Alkoholmissbrauch und psychosozialer Stress kommen besonders häufig in sozial stark benachteiligten Gruppen vor", habe Claudia Burkard Weber festgstellt, Bereichsleiterin Gesundheitsförderung und Prävention der Kantonsärztlichen Dienste.

Bevölkerung leidet unter Lärm
Daneben müsse die Lärmbelastung reduziert werden, so die Mitteilung. In der Stadt Luzern würden 15 Prozent der Bevölkerung in Gebäuden mit zu hoher Belastung durch Strassenlärm wohnen, belege die Studie, in Littau und Emmen seien es bis zu 25 Prozent.

pd / kst