GESUNDHEIT: Kantonsspitäler in Luzern und Uri arbeiten enger zusammen

Die Kantonsspitäler Uri und Luzern dehnen ihre Zusammenarbeit im medizinischen Angebot sowie auf die Aus- und Weiterbildung und die Administration aus. Die Spitalverantwortlichen haben dazu einen Rahmenvertrag unterzeichnet.

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Das Urner Kantonsspital in Altdorf und das Luzerner Kantonsspital. (Bilder Urs Hanhart/Pius Amrein/UZ/LZ)

Das Urner Kantonsspital in Altdorf und das Luzerner Kantonsspital. (Bilder Urs Hanhart/Pius Amrein/UZ/LZ)

Konkret sollen vermehrt komplexe Patientenfälle in der spezialisierten und hochspezialisierten Medizin für eine Behandlung von Uri ins Zentrumsspital in Luzern überführt werden, wie das Kantonsspital Uri (KSU) und das Luzerner Kantonsspital (LUKS) am Dienstag gemeinsam mitteilten. Die Nachbehandlung und Rehabilitation erfolge für die Urner Patienten weiterhin in ihrem Kanton.

Für 2017 ist der Ausbau der Zusammenarbeit in der Fuss-Chirurgie, der Pneumologie und der Codierung geplant. Eine Kooperation besteht bereits in den Bereichen Akutgeriatrie, Kardiologie, Radiologie, Urologie, Angiologie und Handchirurgie.

Mit der engeren Zusammenarbeit sollen die Urner Bevölkerung weiterhin Zugang zu einer guten medizinischen Versorgung haben und das LUKS als Zentrumsspital gestärkt werden, wie es in der Mitteilung heisst. Teure Infrastruktur und medizinische Geräte würden besser ausgelastet. Zudem profitierten Ärzte in Luzern insbesondere in der Spitzenmedizin von höheren Fallzahlen und mehr Erfahrungen.

Das LUKS mit Standorten in Luzern, Sursee, Wolhusen und Montana VS ist das grösste nicht universitäre Spital der Schweiz. Es behandelt jährlich 36'000 stationäre sowie 148'000 ambulante Patienten und zählt rund 5600 Mitarbeitende. Es arbeitet bereits eng mit dem Nidwaldner Kantonsspital in Stans zusammen.

Das KSU in Altdorf ist ein Akutspital und zählt pro Jahr knapp 21'000 Eintritte im ambulanten Bereich sowie knapp 4000 Austritte im stationären Bereich. Das Spital beschäftigt rund 580 Mitarbeitende. (sda)