GESUNDHEIT: Kantonsspital mit Provisorium gegen Platznot

Das Kantonsspital in Luzern will Platzprobleme in seinen Intensiv- und Notfallabteilungen vorübergehend mit einem provisorischen Anbau an das Hauptgebäude lösen. Der Luzerner Stadtrat beantragt beim Parlament eine dafür nötige Änderung des geltenden Bebauungsplans.

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Beim Luzerner Kantonsspital soll ein provisorischer Anbau entstehen. (Bild: pd / AURA)

Beim Luzerner Kantonsspital soll ein provisorischer Anbau entstehen. (Bild: pd / AURA)

Das Kantonsspital will die Notfall- und Intensivstationen aus betrieblichen und personellen Gründen räumlich zusammenlegen. Dies sei jedoch innerhalb der bestehenden Bauten nicht möglich, schreibt der Luzerner Stadtrat in seinem am Montag veröffentlichten Antrag.

Vorgesehen ist für die beiden Medizinbereiche ein neues provisorisches Betriebsgebäude. Es soll rund 26 Meter hoch und 78 Meter lang werden. Es darf die bestehenden Bauten nicht überragen.

Provisorium muss wieder abgerissen werden

Das Provisorium soll nach 8 bis 15 Jahren wieder abgerissen werden. Es darf später nicht anderweitig genutzt werden. Für die Zeit nach dem Abriss will die Spitalleitung auf dem Ostareal des Geländes einen grösseren Klinikneubau realisieren.

Gegen die Änderung des Bebauungsplans gab es während der öffentlichen Auflage im Herbst 2013 keine Einwände. Das Spital muss der Stadt für die wegen der Planänderung entstandenen Kosten eine Pauschale von 20'500 Franken zahlen.

Darüber hinaus verlangt die Stadt in Bezug auf das Provisorium von der Spitalleitung Konzepte zur Energie, zum Freiraum sowie zur Erschliessung und Parkierung. (sda)