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GESUNDHEIT: Luzerner Kantonsspital rüstet bei der Informatik auf

Schweizer Spitäler müssen ihre Patientendossiers in zwei Jahren elektronisch führen. Ein Verein will die Umsetzung des Bundesgesetzes nun vorantreiben. In Luzern hat aber ein anderes Projekt Priorität.
Roseline Troxler
Die heute noch analogen Krankenakten gehören bald der Vergangenheit an: Ein Bundesgesetz schreibt die Überführung in elektronische Dossiers bis 2020 vor. (Symbolbild: Christian Beutler/Keystone)

Die heute noch analogen Krankenakten gehören bald der Vergangenheit an: Ein Bundesgesetz schreibt die Überführung in elektronische Dossiers bis 2020 vor. (Symbolbild: Christian Beutler/Keystone)

Roseline Troxler

roseline.troxler@luzernerzeitung.ch

Wer als Patient einen Termin in der Augenklinik am Luzerner Kantonsspital (Luks) hat, wird zuerst beim Empfang abgelichtet. Die Fotografien werden für die interne Krankenakte gemacht, heisst es, wenn man als Patient nach dem Grund fragt. Andreas Meyerhans, Leiter Unternehmenskommunikation, sagt auf Anfrage: «Die Fotografien werden für das interne Klinikinformationssystem verwendet. Es geht um die Identifikation des Patienten, zum Beispiel um Verwechslungen auszuschliessen.»

Standardisiert findet die fotografische Erfassung am Luzerner Kantonsspital nur an der Augenklinik statt, so Meyerhans. Er betont: «Es handelt sich hier nicht um eine übergeordnete Vorgabe.» Zudem hätten die Patienten die Möglichkeit, die Einwilligung zu verweigern. Die Aufnahmen stehen in keinem Zusammenhang mit dem elektronischen Patientendossier, welches die Schweizer Spitäler in den nächsten Jahren einführen müssen.

Bundesgesetz verpflichtet Spitäler

Das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier gilt seit April 2017. Die Spitäler sind verpflichtet, ein virtuelles Dossier zu führen, in dem alle behandlungsrelevanten Daten eines Patienten dezentral abgelegt werden. Das heisst: Die Daten sind zu jeder Zeit von überallher abrufbar. Die Spitäler haben noch eine Schonfrist von zwei Jahren. Das Gesetz ist von den Spitälern bis Frühling 2020 umzusetzen.

Laut Meyerhans wird die Basis für das Dossier derzeit geschaffen. Das Luks wird bei der Einführung im Einklang mit dem Verein eHealth Zentralschweiz vorgehen, zu dessen Gründungsmitgliedern das Spital gehört (siehe Kasten). Meyerhans erklärt: «Das Dossier ist für uns Teil der gesamten Digitalisierungsstrategie.» Das Luks ist derzeit mit Hochdruck an der Einführung eines neuen Klinikinformationssystems (genannt Lukis). Es handelt sich um eine digitale Arbeitsplattform, die Web-Portale für den Patienten und die zuweisenden Ärzte beinhalten wird. «Die Web-Portale werden Informationen anbieten, die weit über das elektronische Patientendossier hinausgehen.» Das Klinikinformationssystem wird im Herbst 2019 eingeführt.

Der Datenaustausch zwischen Patient und Luks wird somit künftig über zwei Kanäle erfolgen – über eine Stammgemeinschaft mit dem elektronischen Dossier sowie über das Patientenportal von Lukis. Der Zuschlag für das Klinikinformationssystem erhielt der amerikanische Konzern Epic. Die Kosten der Software liegen bei 65,8 Millionen Franken ohne Mehrwertsteuer. Wie viel die Einführung des elektronischen Patientendossiers kosten wird, kann Meyerhans hingegen noch nicht sagen.

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