GESUNDHEIT: Luzerner Vereine wollen die Kinder bewegen

Kanton, Bund und Vereine wollen die Jungen bewegen. Ein neuer Vorschlag gibt zu reden: Spezialangebote für dicke Kinder.

Drucken
Teilen
Patrick Bättig, Elias Steuble und Jonas Brunner (v.l.) im Unihockey Training in der Stadthalle Sursee. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Patrick Bättig, Elias Steuble und Jonas Brunner (v.l.) im Unihockey Training in der Stadthalle Sursee. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Kanton will mit dem Aktionsprogramm gesundes Körpergewicht Schulkinder fitter machen. Der Bund möchte mit dem Programm Jugend+Sport Kids 5- bis 10-Jährige für den Sport begeistern. Gute Absichten also und viel Präventionsarbeit. Fakt ist aber: Ohne die Sportvereine geht gar nichts in Sachen Bewegungs-förderung. Fast alle der rund 700 Vereine im Kanton haben eine Jugendabteilung. Kaspar Zemp, Vorsteher der Abteilung Sportförderung im Kanton Luzern, schätzt, dass 40 Prozent aller Luzerner Kinder zwischen 7 und 15 Jahren regelmässig in einem Verein aktiv sind.

Schwieriger sei es, die restlichen Kinder für Sport zu begeistern. Zwar rekrutieren die Vereine ihren Nachwuchs immer wieder auch direkt vor Ort, in den Schulen. «Leider gehen aber meist nur diejenigen Kinder in Vereine, die sich sonst schon viel bewegen», sagt Kaspar Zemp. «Übergewichtige Kinder sind nicht automatisch glücklich in Vereinen.» Zemp denkt deshalb an spezielle Mannschaften, die nicht in erster Linie auf Leistung ausgerichtet sind.

Erst Kurse, dann in der Rige mitturnen
Lisbeth Schwegler, Präsidentin des FC Hochdorf, hat Vorbehalte: «Für die übergewichtigen Kinder wäre es besser, mit den anderen zusammen zu spielen», sagt sie. Harald Bättig vom Turnverein Santenberg (Egolzwil/Wauwil) findet die Idee von Spezialkursen für übergewichtige Kinder nicht abwegig. «Man könnte im Sommer fünf- bis sechswöchige Kurse durchführen, um diesen Kindern die Angst vor dem Sport zu nehmen – und danach könnten sie in der normalen Riege mitturnen.»

Wie wirksam die behördlichen Anstrengungen zur Bewegungsförderung sind, lässt sich kaum sagen. Zum Aktionsprogramm gesundes Körpergewicht im Kanton Luzern gibts bisher keine wissenschaftliche Auswertung.

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.