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GESUNDHEIT: Neubau des Spitals Wolhusen: «Paimio» macht das Rennen

Das Siegerprojekt für das neue Regionalspital ist konsequent auf Funktionalität ausgerichtet – und auf eine mögliche Erweiterung. Der Neubau soll Ende 2022 fertiggestellt sein.
So soll der Neubau des Spitals Wolhusen dereinst aussehen. Das Restaurant befindet sich im Erdgeschoss. (Bild: Visualisierung: PD)

So soll der Neubau des Spitals Wolhusen dereinst aussehen. Das Restaurant befindet sich im Erdgeschoss. (Bild: Visualisierung: PD)

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

Weiterer Meilenstein für den Spitalneubau Wolhusen: «Paimio» heisst das aus dem Studienauftrag hervorgegangene Siegerprojekt der Planergemeinschaft Nissen Wentzlaff/Ludes Architekten, Basel. Der Name verweist auf die gleichnamige finnische Stadt mit einem Sanatorium, das vom berühmten Architekten Alvar Aalto entworfen wurde. Das teilten die Verantwortlichen am Mittwoch mit. Der flache Neubau entsteht nördlich des jetzigen Gebäudes und soll sich in die Umgebung einfügen. Damit will man auch den Bedürfnissen der Anwohner Rechnung tragen. Läuft alles nach Plan, wird der Betrieb Ende 2022 aufgenommen. Das Kostendach beträgt 110 Millionen Franken.

«Mit dem Entscheid stehen wir beim Projektablauf vor einem wichtigen Schritt», sagte Benno Fuchs, CEO und Direktor des Luzerner Kantonsspitals (Luks). Er wies darauf hin, dass man eine Sanierung zwar nochmals geprüft, sie aber aus betrieblichen Gründen verworfen habe.

Mit modularer Infrastruktur auf Veränderungen reagieren

Beim Neubau steht gemäss CEO Fuchs nicht die architektonische Sichtweise, sondern die Funktionalität im Vordergrund. Dazu gehören ebenfalls die Realisierbarkeit bei laufendem Betrieb und die Flexibilität bei der künftigen Entwicklung respektive Erweiterung des Standortes Wolhusen. Spitalrats-Vizepräsident und Nationalrat Peter Schilliger erklärte: «Wir wissen zwar, wie wir den Betrieb in fünf Jahren führen, können dasselbe aber nicht für eine Zeitspanne von zehn bis zwanzig Jahren beurteilen.» Deshalb will das Luks mit modularer Infrastruktur auf Veränderungen im Leistungsangebot flexibel reagieren können.

Der Neubau wird 120 Meter lang und 50 Meter breit. Im ersten Obergeschoss befindet sich der Bettentrakt. Es sind alles Einzelzimmer geplant. Wobei sechs grössere Privatzimmer je einen zusätzlichen Bettenstellplatz erhalten. Insgesamt sind neben 56 akutsomatischen Betten auch 20 Reha-Betten vorgesehen. Restaurant, die Ambulatorien sowie die Therapien entstehen im Erdgeschoss. Das erste Untergeschoss ist für die Notfallstation, das Röntgen und die Operationssäle reserviert. Noch eine Etage tiefer sollen Logistik, Technik und die Werkstätten Platz finden. Die beiden neuen Untergeschosse sind horizontal mit den heutigen erschlossen. Letztere bleiben bestehen. Das übrige Spitalgebäude wird zurückgebaut und durch eine öffentliche Parkanlage ersetzt. Für einen Erneuerungsschritt der nächsten Generation würde diese Fläche dann wieder zur Verfügung stehen.

Kanton bezahlt nichts an neues Spital

Das künftige Leistungsangebot sei auf eine erweiterte Grundversorgung ausgerichtet, betonte Fuchs. Diese beinhaltet neben Innerer Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe die Chirurgie sowie die Hals-, Nasen-, Ohren-Abteilung und die Urologie. Schwerpunkte bilden die Orthopädie und das Reha-Zentrum. Im Neubau ist auch eine Hausarztpraxis vorgesehen. Diese werde von eingemieteten Ärzten aus der Region auf eigene Rechnung geführt, erklärte Benno Fuchs.
Klar kam zum Ausdruck, dass am Kostendach von 110 Millionen Franken unbedingt festgehalten werden soll. Mit diesem Projekt sei das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis erreicht worden, ist Schilliger überzeugt. Das Luks muss den ganzen Betrag selber finanzieren. Vom Kanton Luzern gibt es keinen Investitionszustupf. In den 110 Millionen sind der Rückbau (rund 2 Millionen), die Parkplätze (davon etwa 130 unterirdisch) und die Nebengebäude wie Personalhäuser nicht inbegriffen.

Gesundheitsdirektor Guido Graf betonte: «Für mich ist das Projekt nie zur Diskussion gestanden. Das Spital Wolhusen ist der Dreh- und Angelpunkt für eine gute Grundversorgung in dieser Region.» Nun sind weitere Abklärungen erforderlich. Einsprachen sind keine hängig. Bis Ende 2019 soll das Vor-/Bauprojekt fertig sein. Es folgen Baueingabe, Realisierung und Bezug.

Hinweis

Am Dienstag, 23. Januar, 19.30 Uhr, findet im Rössli Ess-Kultur, Wolhusen, zum Spitalneubau ein Öffentlichkeitsanlass statt.

Innenansicht des geplanten Neubaus. (Bild: Visualisierung: PD)

Innenansicht des geplanten Neubaus. (Bild: Visualisierung: PD)

Der Eingangsbereich des Spitals wird im Nordwesten liegen. Im Süden soll der heutige Bau einem öffentlichen Park weichen. (Bild: Visualisierung: PD)

Der Eingangsbereich des Spitals wird im Nordwesten liegen. Im Süden soll der heutige Bau einem öffentlichen Park weichen. (Bild: Visualisierung: PD)

Modell des geplanten Neubaus. (Bild: Visualisierung: PD)

Modell des geplanten Neubaus. (Bild: Visualisierung: PD)

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