GESUNDHEIT: Prämienanstieg: Mehr Verbilligung gefordert

Im schweizweiten Vergleich steigen die Krankenkassenprämien in Luzern überdurchschnittlich. Der Gewerkschaftsbund fordert deshalb eine ebenfalls erhöhte Prämienverbilligung.

Drucken
Teilen
Giorgio Pardini. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Giorgio Pardini. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Die Mittel für die Prämienverbilligung müssten mindestens so stark angehoben werden, wie auch die Prämienlast steigt, sagt Giorgio Pardini, Präsident des Luzerner Gewerkschaftsbunds (LGB). Der Kanton wolle die Ausgaben für die Prämienverbilligung gemäss Voranschlag 2010 zwar erhöhen, der Anstieg der Prämien sei aber viel höher. «Der Kanton hinkt einmal mehr der aktuellen Entwicklung hinterher», so Pardini.

Die Prämienerhöhung mitten in der Wirtschaftskrise treffe die Luzerner Bevölkerung hart. Eine vierköpfige Familie werde nächstes Jahr gegen 1500 Franken mehr Prämien bezahlen müssen, wie es weiter heisst. Dies belaste nicht nur das Hauhaltsbudget, sondern richte auch grossen konjunkturellen Schaden an: Wegen den steigenden Krankenkassenprämien fehle den Haushalten in bescheidenen Verhältnissen das Geld für den Konsum – die Kaufkraft sinkt. Mehr Prämienverbilligung könnte die negativen konjunkturellen Auswirkungen des Prämienanstiegs auffangen, ist sich der LGB sicher. Daher unterstütze man auch die SP-Initiative «für faire Prämienverbilligung».

scd