GESUNDHEIT: Spitälern droht Antibiotika-Engpass

Eines der meist genutzten Antibiotika kann nicht mehr geliefert werden. Die Folgen für Luzerner Spitäler sind schwer abzuschätzen.

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Antibiotika könnte auch bei den Schweizer Spitälern knapp werden. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Antibiotika könnte auch bei den Schweizer Spitälern knapp werden. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Beim britischen Hersteller des gängigen Antibiotika Augmentin kommt es zu einem Lieferunterbruch. Grund dafür sind Keime, die bei einem Sterilitätstest in der Produktion entdeckt wurden Mit der Wiederaufnahme der Produktion sei nicht vor dem ersten Quartal des nächsten Jahres zu rechnen.

Der daraus resultierende europaweite Engpass könnte, sollte der Lieferunterbruch länger andauern, auch auf die Spitäler in der Zentralschweiz Auswirkungen haben. Wenn wir das Präparat sparsam und gezielt einsetzen, sollten wir die nächsten drei Monate durchkommen», schätzt Marco Rossi, Chefarzt Infektiologie am Luzerner Kantonsspital. «Das Problem ist, dass wir im Moment nicht wissen, ob es der Lieferunterbruch sechs Wochen oder sechs Monate dauern wird.»

Ismail Osman