Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

GESUNDHEIT: Zu hohe Dioxin-Werte in naturnaher Produktion

Auf einem Bauernhof im Kanton Luzern hat das Bundesamt für Gesundheit zu hohe Dioxin-Werte entdeckt. Der Bauer darf das Fleisch aber weiterhin verkaufen.
Bei Fleisch von Kälbern sind zu hohe Dioxin-Werte festgestellt worden (Symbolbild). (Archivbild Neue LZ)

Bei Fleisch von Kälbern sind zu hohe Dioxin-Werte festgestellt worden (Symbolbild). (Archivbild Neue LZ)

Das Bundesamt für Gesundheit hat bei Rind- und Kalbfleischproben von mehreren naturnahen Bauernhöfen in zwei Fällen zu hohe Dioxin-Werte entdeckt. In einem Fall lag die Dioxinbelastung um 300 Prozent über dem erlaubten Toleranzwert. Der betroffene Produzent, ein Bauer aus dem Kanton Graubünden, darf sein Fleisch vorerst nicht mehr verkaufen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bestätigte am Donnerstag eine Meldung der «Berner Zeitung». Die Messungen führte das Bundesamt bereits im Jahr 2012 durch. Unter die Lupe genommen wurden 60 Rind- und Kalbfleischproben.

Luzern: Um 40 Prozent überschritten

Dabei entdeckte das BAG noch in einem zweiten Betrieb Fleisch mit einer erhöhten Konzentration von dioxinähnlichen Stoffen. In diesem Fall wurde der Toleranzwert um 40 Prozent überschritten. Betroffen ist ein Hof im Kanton Luzern. Der Bauer darf sein Fleisch weiterhin verkaufen, weil die Belastung weniger stark über dem erlaubten Maximalwert liegt. Er muss aber innerhalb einer bestimmten Frist Massnahmen ergreifen. Kantonschemiker Silvio Arpagaus betonte gegenüber der «Berner Zeitung», dass das Fleisch dieses Hofes in seiner Qualität zwar beeinträchtigt, aber nicht gesundheitsgefährdend sei.

In beiden Fällen handelt es sich um Kleinbetriebe, wie das BAG auf Anfrage mitteilte. Gemäss dem Bundesamt ist bislang noch unklar, wie die krebserregenden Umweltschadstoffe in das Fleisch gelangt sind. Um die Quellen möglichst schnell zu finden, seien auch Experten der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt EMPA beigezogen worden.

Die Schadstoffe könnten gemäss BAG unter anderem aus dem Boden, von Stalltüren, aus dem Futter oder von Maschinenölen stammen.

Gutes Gesamtbild

Das Gesamtbild der Proben sei gut, hielt das Bundesamt für Gesundheit am Donnerstag weiter mit. Es bestehe kein Anlass, die Ernährungsempfehlungen für die Konsumenten anzupassen. Allerdings müssten die Anstrengungen fortgesetzt werden, um die Belastung der Bevölkerung mit Dioxinen und dioxinähnlichen Stoffen zu vermindern.

In den vergangenen Jahren hat das BAG neben Fleisch auch Milchprodukte, Käse, Fische und Meeresfrüchte sowie pflanzliche Öle und Fette auf Dioxin-Rückstände untersucht. Die regelmässigen Proben würden auch im kommenden Jahr fortgesetzt, teilte das BAG mit.

sda/rem

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.