GESUNDHEITSWESEN: Kantonsrat spricht sich für Spitalsanierung aus

Das Luzerner Kantonsspital entspricht nicht mehr den Anforderungen. Darüber war sich der Kantonsrat einig. Dennoch gab der Sonderkredit über 18,5 Mio. Franken zu reden.

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Das Spitalzentrum Luzern aus der Luft. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Das Spitalzentrum Luzern aus der Luft. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Dass das 1982 gebaut Spitalzentrum Luzern dringend sanierungsbedürftig ist, war am Montagmorgen bei allen Fraktionen im Kantonsrat unbestritten. Der Masterplan sieht einen fünfgeschossigen Erweiterungsbau im Norden und eine Erweiterung des Haupteingangs vor. Die Investitionskosten dafür werden auf 382 Millionen Franken geschätzt.

Die Kosten für die Ausarbeitung des Bauprojekts und des Kostenvoranschlages betragen 18,5 Millionen Franken. Diesem Sonderkredit stimmte der Kantonsrat mit 108 zu 1 Stimme klar zu und folgte damit der Regierung. Das Dekret war auch von der kantonsrätlichen Kommission einstimmig befürwortet worden.

Eine Diskussion entstand zuvor wegen des Antrages von Dieter Haessig (FDP Horw), den Kredit um 3,5 auf 15 Millionen Franken zu kürzen. Haessig forderte zu einer Denkpause auf; zuerst müsste die noch hängige Eigentumsfrage geklärt werden. Er argumentierte, dass die Projektierung bei allfälliger Übertragung an das Luzerner Kantonsspital günstiger würde. Für Finanzdirektor Marcel Schwerzmann handelt es sich bei den 18,5 Millionen Franken in Anbetracht des Investitionsvolumens um einen «eher geringen» Betrag; zuwarten lohne sich nicht. Haessigs Antrag wurde mit klarer Mehrheit abgelehnt.

scd