Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

GETTNAU/HERZOGENBUCHSEE: Aufgeflogen: Raser filmt seinen Tempoexzess

Die Luzerner Polizei hat einen 29-jährigen Raser festgenommen, welcher mit seinem Auto massiv zu schnell unterwegs war. Auf dem Mobiltelefon des Deutschen konnte die Polizei Beweise für eine weitere Raserfahrt sicherstellen.
Symbolbild Raser. (Bild: Philipp Schmidli)

Symbolbild Raser. (Bild: Philipp Schmidli)

Der 29-jährige Raser «wollte sich einmal so richtig in den Sitz drücken lassen», gab er der Polizei zu Protokoll. Der Deutsche mit Wohnsitz in Bern war Anfang Februar mit seinem Auto der Marke Seat Leon auf der Kantonsstrasse in Richtung Gettnau mit 147 km/h statt den erlaubten 80 km/h unterwegs. Dabei wurde er von einem Radarkasten erfasst.

Die Luzerner Polizei kontrollierte ihn später an seinem Wohnort und beschlagnahmte sein Handy – ein üblicher Vorgang bei einem Raserdelikt. Darauf konnte ein Video sichergestellt werden, welches ihn bei einer weiteren Raserfahrt zeigt. Diese ereignete sich im Juli 2017 im Kanton Bern. Dort ist er mit dem Sportwagen der Marke Audi in der 80er-Zone doppelt so schnell gefahren, also 160 km/h.

Raserdelikte: Immer öfter mit einem Mietwagen

Beim Delikt im Gebiet Herzogenbuchsee hat er in seiner Wohnregion bei einer Autogarage einen Sportwagen für eine Testfahrt ausgeliehen. Ein Phänomen, welches immer öfter zu beobachten sei, sagt Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft: «Wir stellen fest, dass Raserdelikte vermehrt mit einem Leihwagen verübt werden.» Als Grund vermutet Kopp, dass solche leistungsstarken und teuren Sportwagen für jene Personen nicht erschwinglich sind und darum für kurze Zeit gemietet werden. Die Betreiber der Autogarage machen sich, auch wenn ein Delikt mit einem ihrer Wagen begangen wird, nicht haftbar. Denn der Kunde unterzeichnet einen Vertrag und bestätigt, dass er sich an die Strassenverkehrsgesetze hält.

Ausserorts gilt als Raser, wer mehr als 60 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit fährt. Wer den Rasertatbestand erfüllt, wird mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zu vier Jahren bestraft. Wer denselben Tatbestand – wie im vorliegenden Fall – ein zweites Mal begeht, kann sogar mit einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Jahren bestraft werden. Der zuständige Staatsanwalt wird gemäss Simon Kopp den Fahrer voraussichtlich vor Kriminalgericht anklagen und eine Freiheitsstrafe fordern. Im Fall Luzern führt die Staatsanwaltschaft Sursee die Ermittlungen. Diese untersucht laut Kopp auch den Fall in Bern.

Yasmin Kunz

yasmin.kunz@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.