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GEUENSEE: Olympiasieger «bewegt» Schüler

Kein alltäglicher Schulmorgen für rund 150 Primarschüler aus Geuensee: Skicross-Olympiasieger Mike Schmid war zu Besuch – und legte sich ins Zeug.
Monika Van De Giessen
Voll dabei: Skicross-Star Mike Schmid und Schüler Gian Muri hatten gestern sichtlichen Spass an den Bewegungsübungen. (Bild Nadia Schärli)

Voll dabei: Skicross-Star Mike Schmid und Schüler Gian Muri hatten gestern sichtlichen Spass an den Bewegungsübungen. (Bild Nadia Schärli)

«Da gömmer voll. Welle, Kurve, Sprung, Hocke, Vollgas, Zielsprung», so und ähnlich tönte es gestern im Primarschulhaus Geuensee. Dort simulierte Mike Schmid, der Skicross-Olympiasieger von Vancouver (2010), zusammen mit Schülern einen Skicross-Lauf als Trockenübung. Dies im Rahmen des Projekts «Schule bewegt» des Bundesamts für Sport Baspo.

Bewegung auch abseits Turnhalle

Das Programm will Schulklassen und Tagesstrukturen in der Schweiz und in Liechtenstein zu täglicher Bewegung animieren. Am Projekt nehmen jährlich rund 140 000 Schüler teil. «Unser Ziel ist es, Bewegung auch ausserhalb des Sport- und Bewegungsunterrichts in den Schulalltag zu integrieren», erklärt Sarah Uwer, Programmleiterin von «Schule bewegt» des Bundesamts für Sport.

Jede teilnehmende Schulklasse verpflichtet sich pro Tag, zusätzlich zum obligatorischen Sportunterricht, sich mindestens 20 Minuten zu bewegen. Sei es im Schulzimmer oder auf dem Pausenplatz. Um die Umsetzung zu erleichtern, stehen den Klassenlehrern verschiedene Module in Form von ­Kartensets mit Tipps und Vorschlägen zur Verfügung.

Olympiasieger als Götti unterwegs

Als Gotten und Götti unterstützen zwölf bekannte Persönlichkeiten aus der Schweizer Sportszene das Programm. Das Los entscheidet, welche Schulklasse von einem Götti oder einer Gotte besucht wird. Ende März war das «Schule bewegt»-Team mit Götti Nicolas Fischer (Rope Skipping/Akrobatik) in der Primarschule Alpnach OW zu Besuch.

Gestern, in Geuensee, war kein Geringerer als Skicrosser, Olympiasieger und Gesamtweltcupsieger 2009/10 Mike Schmid zu Gast. Mit seiner lockeren und sympathischen Art hatte der aus dem bernischen Frutigen stammende Schmid die Schülerinnen und Schüler im Nu auf seiner Seite. «Man kann mit diesem Projekt Kindern eine ‹Fröd› (Freude) machen», erklärte Schmid in seinem behäbigen Berner Oberländer Dialekt. Er stamme aus einer sportlichen Familie und hätte sich schon als Kind sehr gerne bewegt. «Ich bin ein Bewegungsmensch», so Schmid, der sich zurzeit, nach fünf Kreuzbandrissen, auf die kommende Skisaison vorbe­reitet.

Kopfrechnen der anderen Art

Hüpfend und zu zweit kopfrechnend war nur eine von mehreren Disziplinen, die Schmid mit den Schülern praktizierte. Das funktionierte dann so: «Was ergibt fünf Mal hüpfen plus drei Mal hüpfen?» Das Gegenüber «erhüpft» sich danach das Resultat durch achtmaliges Hüpfen. Der achtjährige Marino aus der Klasse von Sibylle Schär war überglücklich, dass er diese Übung mit einem Olympiasieger machen durfte. Von Kopf bis Fuss im Tenü des Barcelona-Fussballstars Messi eingekleidet – sogar die Frisur stimmte –, bestätigt er, dass ihm das Rechnen so viel mehr Spass mache. «Ich finde es lässig und cool, mit Mike Schmid auf diese Art Rechnungen zu lösen», sagte Marino im Messi-Look.

Die achtjährige Jana aus der Klasse von Arlette Heinisch und Tanja Bischof kannte den Olympiasieger vorher nicht. «Unsere Lehrerinnen haben uns viel vom ihm erzählt.» Und Gian (8) aus der Klasse von Sandra Bänziger freute sich einfach, dass es ihm beim simulierten Skicrosslauf gelungen sei, den Spitzensportler Schmid zu überholen.

Hinweis

Mehr Informationen finden Sie unter: www.schulebewegt.ch

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