GEWÄSSERSCHUTZ: So tiefe Phosphorwerte wie um das Jahr 1900

Die langjährigen Anstrengungen von Bund, Kantonen und Gemeinden zur Verbesserung der Wasserqualität in Flüssen und Seen zeigen positive Ergebnisse. Dies zeigen neueste Messungen.

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Szene beim Sempachersee. (Archivbild Remo Nägeli/Neue LZ)

Szene beim Sempachersee. (Archivbild Remo Nägeli/Neue LZ)

Im Sempacher-, Hallwiler- und Baldeggersee wurden in diesem Jahr zum ersten Mal wieder so tiefe Phosphorwerte gemessen wie um das Jahr 1900, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) am Donnerstag mitteilte.

Gleichzeitig konnte an verschiedenen andern Orten auch der Eintrag von Pestiziden deutlich verringert werden, was beispielsweise die Lebensumstände von Klein- und Kleinstlebewesen in Bächen verbesserte. Insgesamt unterstützt der Bund rund 30 Projekte zur Verringerung des Nitrat-, Phosphor- und Pestizidgehalts im Trinkwasser und in den Oberflächengewässern, beispielsweise in Form einer Förderung von schonenden Anbaumethoden in der Landwirtschaft. Daneben wurden an exponierten Stellen auch Pufferzonen in der Form von begrünten Flächen eingerichtet, um das Abschwemmen von Phosphor zu verhindern.

Alle Massnahmen seien dabei so ausgelegt, dass sowohl die Landwirtschaft wie auch die Gewässer und die Biodiversität profitierten. Zudem könnten zum Beispiel die eingerichteten Pufferzonen auch als Ausflugs- und Erholungsraum genutzt werden. Die Landwirte wiederum würden für den ökologischen Mehrwert, den sie mit den Gewässerschutzmassnahmen erzielten, auch finanziell entschädigt.

ap