GEWÄSSERVERSCHMUTZUNG: In jedem zweiten Fall wars nicht wegen Gülle

Gewässerver­schmutzung gleich Gülleunfall? Diese Gleichung ist irreführend.

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Baustellen-Abwässer haben letztes Jahr 10 mal Luzerner Gewässer verschmutzt. Betonarbeiten (Bild) sind besonders schwierig. (Archivbild Beat Blättler/Neue LZ)

Baustellen-Abwässer haben letztes Jahr 10 mal Luzerner Gewässer verschmutzt. Betonarbeiten (Bild) sind besonders schwierig. (Archivbild Beat Blättler/Neue LZ)

Immer wieder verschmutzt Gülle Luzerner Bäche – wie bei 33 von 68 Gewässer-verschmutzungen im Jahr 2007. Eine Auswertung der Gewässer-Unfälle zeigt: Risikofaktor Nummer zwei fürs Wasser sind Baustellen. Zehnmal floss im letzten Jahr Baustellenabwasser in Gewässer, einmal sogar Öl.

Beat Lötscher von der Umweltschutz-polizei des Kantons erklärt: «Mehrmals wurde auch Zementwasser in Bäche geleitet. Dieses ist sehr alkalisch, es hat einen anderen pH-Wert als Wasser und tötet alle Lebewesen in einem Bach ab.»

Gewässerverschmutzung kann mit Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen geahndet werden. Die restlichen Gewässerverschmutzungen wurden 2008 durch Milch verursacht (6), häusliche Abwässer (6), Verkehrsunfälle (3), Löschwasser (1), Markierungsfarbe (1), Schweinefutter (1) und unbekannte Ursachen (6). 

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.