GEWALT: «Die Auseinandersetzungen werden härter»

Wie kann es geschehen, dass jemand mitten in Luzern verprügelt wird und die Täter erst noch ungestraft davon kommen? Ist Luzern überhaupt noch sicher?

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Gestellte Gewaltszene in einer Unterführung. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Gestellte Gewaltszene in einer Unterführung. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Ursula Stämmer-Horst, Sicherheitsdirektorin der Stadt Luzern sagt dazu: «Ja, Luzern ist eine sichere Stadt. Die Leute sind heute allerdings schneller bereit, Gewalt anzuwenden. Tätliche Auseinandersetzungen sind härter geworden als noch vor Jahren.» Das Problem mit gewaltbereiten Personen sei kein typisch luzernerisches. «Praktisch alle Städte in der Schweiz müssen sich mit den selben Problemen auseinandersetzen.»

Stadt setzt auf Kameras
Im Kampf gegen die Verrohung im öffentlichen Raum will die Stadt nun auch auf Kameras setzen. «Die Polizei könnte einerseits unverzüglich ausrücken, oder aber die Täter könnten andererseits im Nachhinein zur Rechenschaft gezogen werden, wenn man sie anhand der Videoaufnahmen identifizieren kann», sagt Stämmer.

«Deutlich verbessert»
In den vergangenen Jahren hat die Stadt laut Stämmer verschiedene Projekte zur Erhöhung der Sicherheit umgesetzt. Zum Beispiel die Strandbar auf der Ufschötti, die zur Wiederbelebung des öffentlichen Raumes beitrage, dann die Beleuchtung rund um den Bahnhof, die «deutlich verbessert» worden sei, und nicht zuletzt eine erhöhte Polizeipräsenz. «Positive Resultate im Bereich Sicherheit können wir nur so und nicht mit einzelnen Massnahmen erreichen», sagt Stämmer.

Die Kriminalstatistik des Kantons Luzern zeigt, dass im Jahr 2006 die Anzahl der gemeldeten Tätlichkeiten ohne Verletzung angestiegen ist. Es wurden 455 Delikte gemeldet. Das sind rund 20 mehr als noch im Jahr zuvor. Dafür hat die Zahl der einfachen Körperverletzungen von 223 im Jahr 2005 auf 192 im Jahr 2006 abgenommen. «In wie vielen Fällen grundlos zugeschlagen wurde, ist uns nicht bekannt», sagt Urs Wigger, Mediensprecher der Kantonspolizei Luzern. «Wir können Antragsdelikte nur verfolgen, wenn ein Strafantrag unterschrieben wird», sagt Wigger.

Roger Rüegger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.