GEWALTDISKUSSION: Ja zu Killergames – aber nur in der Gruppe

Gewaltgames in Jugendzentren? In Hitzkirch gehört das zum Angebot. Das Projekt scheidet die Geister.

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Krieg am Bildschirm: Szene aus dem weitverbreiteten Ego-Shooter «Counter Strike». (Bild pd)

Krieg am Bildschirm: Szene aus dem weitverbreiteten Ego-Shooter «Counter Strike». (Bild pd)

Viele Jugendliche kämpfen nach der Schule mit Kollegen gegen virtuelle Feinde aus dem Nahen Osten. Auch im Hitzkircher Jugendzentrum Joy wird diese Freizeitbeschäftigung angeboten. 16 Computer stehen dort bereit für die jungen Gamefreaks. «Hier im halböffentlichen Raum haben solche Spiele einen ganz anderen Charakter», sagt der Hitzkircher Jugendarbeiter und Initiator Josef Schuler. Probleme würden besprochen, Gewalt oder Pornografie thematisiert.

«Einzelgänger können durch das Projekt resozialisiert werden», ist sich Schuler sicher. «Jene Schüler, die Gewalt erfahren haben und auf den Computer fixiert sind, können in der Gruppe abgefangen werden.» Über das Spiel hinaus würden Freundschaften geschlossen, es fänden viele Nebengespräche statt. Entschieden anderer Meinung ist SVP-Kantonsrat Josef Roos aus Adligenswil: «Mit solch einer Aktion treiben die Jugendlichen noch weiter von der Gesellschaft weg.»

Harry Tresch

So realistisch ist «Counter Strike» (Trailer):