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GEWALTTAT: Grosse Betroffenheit in Emmen

Die brutale Attacke auf eine Velofahrerin in Emmen hat die Anwohner schockiert. Dennoch gebe es keinen Grund, das Reussufer künftig zu meiden, finden sie.
Polizisten suchen am Tatort nach Spuren. (Bild: Luzener Polizei)

Polizisten suchen am Tatort nach Spuren. (Bild: Luzener Polizei)

Am Dienstagabend wurde eine 26-jährige Frau, die mit dem Velo auf dem Dammweg in Emmen nach Hause fuhr, attackiert und mutmasslich vergewaltigt. Zudem zog sie sich schwere Rückenverletzungen zu und musste notoperiert werden. Bis am Donnerstagabend konnte die Luzerner Polizei keine Neuigkeiten zu diesem tragischen Fall bekannt geben. Weder der aktuelle Gesundheitszustand der Frau noch Informationen zu den Ermittlungen waren in Erfahrung zu bringen.

Für viele ist es der Arbeitsweg

Derweil ist die Betroffenheit in der Emmer Bevölkerung gross. Dass sich dieser brutale Übergriff in einem beliebten Naherholungsgebiet ereignet hat, verunsichert die Anwohner. Annemarie Hofstetter, Präsidentin des Quartiervereins Dorfgemeinschaft Emmen, zeigt sich schockiert über den Vorfall. «Der Dammweg und der Wald entlang der Reuss sind das Naherholungsgebiet Emmens. Viele Leute verbringen dort ihre Freizeit.»

So gibt es viele Emmer, die entlang der Reuss mit dem Hund spazieren gehen oder im Wald joggen. Der Dammweg sei für einige auch der tägliche Arbeitsweg, erzählt Hofstetter. «Für Velofahrer und Arbeitnehmer aus Emmen Dorf ist es der direkteste und bisher auch sehr sichere Weg in die Stadt und wird dementsprechend viel genutzt.»

Die meisten Leute bewegen sich gemäss Annemarie Hofstetter aber tagsüber in dem betreffenden Gebiet. Wenn es eindunkle, sei es an der Reuss meistens sehr ruhig. «Es treffen sich hier auch keine Randständigen, wie es etwa auf Stadtboden entlang des Velowegs an der Reuss der Fall ist», so Hofstetter.

«Ein mulmiges Gefühl»

Annemarie Hofstetters Tochter geht regelmässig entlang der Reuss joggen. «Es würde mich beruhigen, wenn sie nach dem Eindunkeln nicht allein unterwegs wäre, sondern mit jemandem in Begleitung», sagt die Mutter. Sie selbst sei gestern Morgen ebenfalls mit einer Freundin dort walken gegangen. «Ich hatte schon ein mulmiges Gefühl und spürte Mitgefühl mit dem Opfer», erzählt sie.

Dennoch findet sie, dass man den Freizeitort an der Reuss nicht meiden, sondern nach wie vor nutzen soll. Hofstetter: «Ein tragischer Einzelfall darf nicht zu kollektiver Angst führen. Wir hoffen auf rasche polizeiliche Fahndungserfolge und für das Opfer schnelle Besserung.»

«Es geht jeden gleich an» Auch Sven Niklaus, Co-Präsident des Quartiervereins Meierhöfli und Umgebung, glaubt nicht, dass das Gebiet an der Reuss nun von Ausflüglern oder Velo-Pendlern gemieden wird. «Wir sind natürlich alle schockiert. Aber so etwas kann überall passieren.» Er habe bisher bei den Bewohnern im Quartier keine Verängstigung oder Unsicherheit gespürt. «Der Vorfall ereignete sich in unserer Nähe, was sehr betroffen macht. Aber das Gebiet an der Reuss ist ein Naherholungsgebiet für die ganze Gemeinde Emmen, und der Veloweg ist eine wichtige Verbindungsachse, weshalb es jeden gleich angeht», so Niklaus.

Beatrice Vogel

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