GEWERBE: Krienser Bauland ist zu teuer

Viele KMU können sich Kriens nicht mehr leisten und ziehen weg. Der Gemeinderat sucht bisher vergeblich nach einem Ausweg aus diesem Dilemma.

Beatrice Vogel
Drucken
Teilen
Bild: Roger Gruetter / Neue LZ

Bild: Roger Gruetter / Neue LZ

Die Situation ist seit Jahren prekär: Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen Kriens verlassen, weil sie bei einer Expansion die Bodenpreise nicht bezahlen können. Eines dieser Unternehmen ist die Glas Reinhard AG. Die Glasverarbeitungsfirma zieht per 1. Januar 2015 an einen neuen Standort in Rothenburg, wie Urs Kaufmann, Mitglied der Geschäftsleitung, erklärt.

Rothenburg ist viel günstiger

Die Glas Reinhard AG ist so stark gewachsen, dass die Räumlichkeiten in der Wysmatt in Kriens an ihre Kapazitätsgrenzen stiessen. «Wir hatten in Kriens Boden für einen Neubau gefunden, aber dieser war viel zu teuer», sagt Urs Kaufmann. Ein Quadratmeter Brachland in der Gewerbezone koste zwischen 700 und 1200 Franken. «Das kann ein produzierender Gewerbebetrieb nicht bezahlen.» In Rothenburg erhielt die Firma den Quadratmeter für unter 400 Franken. Deshalb habe man sich für den Standortwechsel entschieden, so Kaufmann.