GLEICHSTELLUNG: Frauen in der Luzerner Stadtverwaltung nicht benachteiligt

Frauen sind bei Führungsposten der Stadt Luzern nicht benachteiligt. Zu diesem Schluss kommt die Stadtregierung. Zwar besetzen noch immer mehrheitlich Männer die Spitzenpositionen. Bei den übrigen Führungskräften zählt die Stadtverwaltung leicht mehr Frauen als Männer.

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In den Büros der Stadtverwaltung Luzern arbeiten annähernd gleich viele Frauen wie Männer in Führungspositionen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ (Archiv))

In den Büros der Stadtverwaltung Luzern arbeiten annähernd gleich viele Frauen wie Männer in Führungspositionen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ (Archiv))

Die oberste Führungsebene in der Luzerner Stadtverwaltung besteht zu Zweidritteln aus Männern (37) und zu einem Drittel aus Frauen (18). Die übrigen Chefposten sind praktisch je zur Hälfte von Frauen (110) und Männern (108) besetzt.

Insgesamt beschäftigt die Stadt damit 145 Chefs (53 Prozent) und 128 (47 Prozent) Chefinnen. Der Unterschied sei somit klein, schreibt der Stadtrat in einer am Dienstag veröffentlichen Antwort auf eine Anfrage Grüner Stadtparlamentarier.

Je nach Direktion zeigen sich aber erhebliche Unterschiede beim Geschlechterverhältnis. Im Bereich Umwelt, Verkehr und Sicherheit arbeiten gerade mal drei weibliche Führungskräfte (6 Prozent). In der Sozialdirektion hingegen sind es 98 Frauen (68 Prozent).

Die Stadtregierung erklärt die Unterschiede damit, dass es etwa in der Finanz- in der Umwelt- und Baudirektion Berufsbereiche gebe, die historisch gesehen klassische Männerberufe gewesen seien. Jüngste Stellenbesetzungen würden darauf hinweisen, dass es auch in klassischen Männerdomänen in einigen Jahr mehr Frauen in Führungspositionen geben werde.

Um mehr Frauen für Chefposten zu gewinnen, schreibt die Stadt Luzern unter anderem Führungsposten auch im Teilzeitpensum aus. Zudem bevorzugt sie bei gleicher Qualifikation Frauen gegenüber Männern.

Ende 2014 will die Stadtregierung zudem weitere Massnahmen in einem Aktionsplan Gleichstellung 2015-2020 beschliessen. Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen stärke eine Gesellschaft und mache sie erfolgreicher, ist der Stadtrat überzeugt.

Mehr zum Thema am 9. Juli in der Neuen LZ.

(sda)