Andrea Gmür: «Die Vereidigung ging durch Mark und Bein»

Andrea Gmür hat ihren ersten Tag im Ständerat hinter sich. Die Vereidigung war ein bewegender Moment. 

Fabienne Mühlemann
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Auf dem Weg ins Bundeshaus: Andrea Gmür (Mitte rechts) begrüsst Priska Wismer.

Auf dem Weg ins Bundeshaus: Andrea Gmür (Mitte rechts) begrüsst Priska Wismer.

Bild: Corinne Glanzmann (Bern, 2. Dezember 2019)

Für Andrea Gmür (CVP) ist der Weg ins Bundeshaus nicht neu. Von 2015 bis 2019 vertrat sie die Luzernerinnen und Luzerner bereits im Nationalrat. Bei den diesjährigen Wahlen erhielt die 55-Jährige das Vertrauen der Bevölkerung und wurde in den Ständerat gewählt. Am Alltag werde sich grundsätzlich nicht viel ändern, wie sie nach ihrem ersten Tag im Stöckli erklärte. «Im Ständerat ist es einfach ruhiger, da nur 46 statt 200 Personen im Saal sitzen», so Gmür. Auch werde es weniger zu behandelnde Vorstösse geben. Dafür werde sie aber in mehr Kommissionen als zuvor sitzen. In welchen das sein wird, entscheide sich spätestens am 12. Dezember. Neu sei für sie am Montag einzig gewesen, dass es eine ständerätliche CVP-Gruppen-Sitzung gab, in der die Geschäfte der Woche vorbesprochen wurden. «Die restlichen Abläufe sind mir grundsätzlich bereits bekannt.»

Gmür habe den Tag mit Freude erwartet, nervös sei sie nicht wirklich gewesen. Ein denkwürdiger Moment sei insbesondere die Vereidigung im Ständeratssaal gewesen. «Das ging mir durch Mark und Bein», so Gmür am Abend. Im Gegensatz zu den neuen Nationalrätinnen und Nationalräten, die den Schwur an ihrem Platz leisteten, durften die Neuen im Ständerat nach vorne treten. «Das war ein bewegender Moment», so die CVP-Frau. «Mir wurde einmal mehr schlagartig die grosse Verantwortung bewusst, die ich für unseren Kanton, aber auch unser Land trage.»

«Ich werde mich auch im Ständerat sehr wohl fühlen»

Vermissen werde sie sicher ihre Kolleginnen und Kollegen von der Fraktion im Nationalrat, die sie vier Jahre lang begleitet hatten. «Natürlich werden wir uns immer noch im Bundeshaus und in der Fraktion antreffen», so Gmür. Sie ist sich sicher: «Ich werde mich auch im Ständerat wohl fühlen.» Den ersten intensiven Tag als Ständerätin konnte Andrea Gmür mit der Familie bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen lassen. 

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Fabienne Mühlemann