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GNAGI-ZUNFT: Tausend Gnagi und «en Katarr»

Einmal im Jahr schnellt der Gnagi-Konsum in der Stadt Luzern in ungeahnte Höhen. Wohl über tausend Gnagi sind es an einem einzigen Abend, so am Montag beim traditionellen Männer-Gnagi-Essen der Gnagi-Zunft.
En Guete! Die Gnagi-Zunft-Oberen (von links): Charlie Bösch, Seppi Schärli, Hans Pfister und Guido Jacopino im Casino. (Bild: Roman Hodel (Luzern, 29. Januar 2018))

En Guete! Die Gnagi-Zunft-Oberen (von links): Charlie Bösch, Seppi Schärli, Hans Pfister und Guido Jacopino im Casino. (Bild: Roman Hodel (Luzern, 29. Januar 2018))

Zur 97. Ausgabe füllten rund 440 Männer den Panoramasaal im Casino Luzern bis fast auf den letzten Platz – darunter allerlei Fasnachtsprominenz. Ein Riesen-Gschnorr! Es verstummte nur selten. Etwa dann, als die flinken Kellnerinnen und Kellner das Menü auftrugen: Gnagi selbstverständlich, met Härdöpfu ond Suurchruut. Voraus eine Erbsensuppe, hinterher eine Cremeschnitte. Die meisten langten tüchtig zu. Denn bei den anschliessenden Darbietungen liess sich manche Kalorie weglachen.

Etwa bei den Bianchineri. Die drei Brüder aus Küssnacht waren erstmals am Gnagi-Essen zugegen. Eine Kostprobe: «Ä Fründin vo üs isch wäg Buchweh i d Rehabilitation of e Bürgestock – det het sie kuuret im ene eifache Füüf-Stärne-Block / sie het sich denn ine Scheich verliebt – mier findids ehrlich gseit chly bizarr / s Buchweh het sie nümme – defür het sie jetzt en Katarr.» Gnagi-Landschryber Guido Jacopino widmete sich der Posse um die beleuchteten «Schweizerhof»-Fenster und sagte in Richtung Stadtrat: «Ech hätti mier, das esch unbestritte, sone Sinneswandel gwönscht bi de ‹Schmitte›.» Auch bei Toni Steffens Schnitzelbänken bekam der Stadtrat sein Fett weg: «Du wotsch i d Stadt, besch du no gsond?/ Met Stou chonsch bald of de Hond / De grüenroot Stadtroot wotts esoo / Söllsch tagelang Kolonne schtoh. / Kes Wonder, meer hends grad erfahre: De Borgula cha jo gar ned Outo fahre.»

«Follower» der analogen Art

Ein ganz anderes Thema beschäftigte Seppi Schärli, Beisitzer der Gnagi-Zunft: die Digitalisierung. Er lebe ohne PC, sagte er: «Abstürze kenne ich nur von der Beiz.» Entsprechend sei er nicht auf Facebook vertreten: «Ich gehe lieber auf die Strasse und erzähle wildfremden Leuten, was ich gestern gegessen habe, oder zeige ihnen ein Foto von mir beim Veloflicken.» Das Dumme nur: Kürzlich seien ihm fünf Personen gefolgt. «Zwei Polizisten, ein Psychiater, ein Psychologe und ein Pfleger von St. Urban.» (hor)

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