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Google Books digitalisiert 60'000 Bücher der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern

Die Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern geht eine Zusammenarbeit mit Google ein. Dadurch sollen etwa 60'000 Bücher aus den Jahren 1700 bis 1900 auf Google Books digital frei zugänglich gemacht werden.
Sein «Essay über die Weltgeschichte und über den Geist und die Sitten der Nationen» gehört zu den bekanntesten Abhandlungen des französischen Philosophen und Schriftstellers François-Marie Arouet, besser bekannt als Voltaire. (Collage: BCU/Google Books/dvm)

Sein «Essay über die Weltgeschichte und über den Geist und die Sitten der Nationen» gehört zu den bekanntesten Abhandlungen des französischen Philosophen und Schriftstellers François-Marie Arouet, besser bekannt als Voltaire. (Collage: BCU/Google Books/dvm)

(pd/dvm) In der Strategie der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern (ZHB) spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Dabei setzt die ZHB Luzern konsequent auf möglichst offenen Zugang (auch «Open Data» genannt) und freie Weiterverwendung.

Die ZHB Luzern geht nun – zusammen mit der Universitätsbibliothek Bern und der Zentralbibliothek Zürich – eine Partnerschaft mit Google Books ein, um eine grössere Menge ihrer historischen Bestände zu digitalisieren. Das schrieb die ZHB am Montag in einer Mitteilung. Google habe bereits über sieben Millionen Bücher aus den grössten Bibliotheken der Welt digitalisiert und frei zur Verfügung gestellt. Aus dem deutschen Sprachraum waren etwa die Bayerische Staatsbibliothek und die Österreichische Nationalbibliothek Partner in diesem Programm, in der Schweiz war es die Kantons- und Universitätsbibliothek Lausanne. Diese frühen Partner hätten durchwegs gute Erfahrungen mit der Zusammenarbeit mit Google gemacht, besonders auch im Umgang mit alten Drucken, so die ZHB.

5000 Bücher pro Monat

Für die Bibliothek lohne sich der Deal: «Google zielt darauf ab, eine möglichst grosse Masse an Büchern zu digitalisieren und erreicht damit einen Output, den die Bibliotheken mit eigenen Ressourcen nicht schaffen würden.» Der Konzern übernehme die Kosten für das Scanning und den Transport der Bücher. Die ZHB Luzern stelle lediglich die Bücher bereit.

Aufgrund von ersten Analysen verfüge man über rund 60’000 Titel mit Erscheinungsjahr zwischen 1700 und 1900, die noch nicht von Google digitalisiert worden seien, teilte die ZHB weiter mit. Aber: «Ältere, besonders wertvolle Bücher und neuere, die noch dem Urheberrecht unterliegen, sind nicht Teil des Projekts.»

Die Kooperative Speicherbibliothek Schweiz in Büron wird im Auftrag der ZHB Luzern ab Anfang 2020 monatlich 5’000 Bände bereitstellen, die von Google abgeholt und in dessen Digitalisierungszentrum gescannt werden. Anschliessend kommen sie wieder nach Büron zurück. Die ZHB erhält laut eigenen Angaben von jedem digitalisierten Buch eine Datei des Scans inklusive Volltext zur Archivierung und freien Verfügung. Die Links zu den über Google Books frei zugänglichen digitalisierten Titeln werden in den Online-Katalog der ZHB Luzern eingespielt und können jederzeit ohne Zugangsbeschränkung konsultiert, durchsucht oder abgespeichert werden. «Es ist vertraglich abgesichert, dass die Digitalisate auch in Zukunft kostenlos für private und wissenschaftliche Verwendungszwecke verfügbar bleiben», hält die ZHB fest.

Sichtbarkeit verbessern

Das neue Angebot soll gemäss der ZHB eigene künftige Projekte zur hochwertigen Digitalisierung von Handschriften, Drucken vor 1700, Bildern, Zeitschriften oder Luzerner Publikationen nicht konkurrieren.

Der Direktor der Bayerischen Staatsbibliothek München habe die Zusammenarbeit mit Google in einem Fachartikel als «Ritterschlag für den Wissenschaftsstandort Bayern» bezeichnet, da damit die Sichtbarkeit und Nutzbarkeit der historischen Buchbestände massiv verbessert worden sein. Dies gelte auch für die ZHB Luzern: «Die Zusammenarbeit bildet eine grosse Chance, Bestände in grosser Menge digital bereitstellen zu können.» Zudem stehe die Kooperation im Einklang mit den Digitalisierungsstrategien der ZHB und des Kantons Luzern.

Hinweis: So sieht der gesamte Scan von Voltaires Werk der Kantons- und Universitätsbibliothek Lausanne (BCU) auf Google Books aus.

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