Graf appelliert an Sommaruga

Luzerns Sozialdirektor Guido Graf will Flüchtlinge statt ausländische Arbeiter anstellen. Er setzt seine Hoffnungen auf den Bundesrat.

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Bundesrätin Simonetta Sommaruga an einer Pressekonferenz vom 10. Oktober in Bern. (Bild: Keystone)

Bundesrätin Simonetta Sommaruga an einer Pressekonferenz vom 10. Oktober in Bern. (Bild: Keystone)

«Auf die berufliche Integration von Flüchtlingen muss die Politik in Zukunft viel mehr Gewicht legen.» Dies erklärte der Luzerner Sozialdirektor Guido Graf am Freitagabend in Emmenbrücke, wo er zusammen mit Bundesrätin Simonetta Sommaruga das Projekt Riesco besuchte. Dieses bietet Flüchtlingen oder vorläufig aufgenommenen Personen eine praxisbezogene Ausbildung in der Gastrobranche an.

«Wenn immer möglich, sollte die Anstellung von Flüchtlingen Vorrang haben gegenüber einem weiteren Zuzug von ausländischen Arbeitnehmern», meinte Graf weiter. Flüchtlinge könnten zum Beispiel in der Pflege, auf dem Bau oder in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Mit den bestehenden Integrationsprogrammen ging Graf hart ins Gericht: «Da stellt sich die Frage, ob wir die öffentlichen Gelder richtig investieren.»

Denn ein grosser Teil der arbeitsfähigen Flüchtlinge sei nicht im Arbeitsmarkt integriert. Er appellierte deshalb an Sommaruga: «Ich bitte Sie, im Bereich Integration Bundesrat Schneider-Ammann mit in die Pflicht zu nehmen.»

red

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