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GREGOR UND MANUELA SCHWEGLER: Fritschipaar 2010 kam schön ins Schwitzen

Der Fritschivater 2010 ist kein Sprücheklopfer, hat aber konkrete Ideen: Er möchte die Fasnacht von den Skiferien entkoppeln.
Gregor und Manuela Schwegler mit ihren Zwillingstöchtern Eliane und Iria (hinten von links) und Sohn Eric in ihrem Eigenheim im Leumattquartier. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Gregor und Manuela Schwegler mit ihren Zwillingstöchtern Eliane und Iria (hinten von links) und Sohn Eric in ihrem Eigenheim im Leumattquartier. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Der Blick aus dem Wohnzimmer auf See, KKL und Pilatus ist atemberaubend. Weit oben in der Leumatt wohnt der höchste Luzerner Fasnächtler 2010 Gregor Schwegler mit Ehefrau Manuela und ihren drei Kindern, den Zwillingen Iria und Eliane (18) und Eric (13).

«Man weiss es bis zuletzt nicht»
Seine Wahl zum Zunftmeister zu Safran am 2. Januar habe die Familie gehörig ins Schwitzen gebracht, sagt Schwegler. «Man weiss wirklich bis zum allerletzten Moment nichts von seiner Ernennung», betont der 46-Jährige. «Es ist, wie wenn man in ein neues Leben eintaucht», erklärt seine Ehefrau.

«Die Agenda ist ab sofort eine völlig neue», so Gregor Schwegler. Dabei bildet die Fasnacht nur einen Teil. «Sie ist für uns Safran-Zünftler zwar wichtig, aber wir sind keine Fasnachtsgesellschaft; das Zunftleben dauert das ganze Jahr über.» Wie haben die Kinder auf die Wahl reagiert? Der Fritschivater: «Sie sind stolz und haben eine Riesenfreude.» Die beiden Töchter seien im ersten Moment erschrocken. «Aber jetzt geniessen sie es, dass sie überall mitkommen können.»

Firma mit 60 Angestellten
Gregor Schwegler ist Stadtluzerner. Er ist zwar in Zug aufgewachsen – mit drei Geschwistern – , kam aber mit 18 Jahren nach Luzern. Der Beruf Bauingenieur scheint ihm im Blut zu liegen. Sein Grossvater Louis Schwegler war Baudirektor der Stadt Luzern, sein Vater Kantonsingenieur in Zug. Gregor Schwegler ist heute Mitinhaber des Luzerner Bauingenieurbüros Plüss Meyer Partner AG, einer Firma mit 60 Angestellten. Aktuelle Projekte sind der Autobahnanschluss Rontal, Autobahnen in Uri und Nidwalden sowie grosse Industriebauten in der Zentralschweiz.

Auch seine Frau (Mädchenname: Koller) ist Stadtluzernerin. Sie ist Familienfrau und arbeitet teilzeitlich im Auktionsbereich bei der Galerie Fischer. Die Fasnacht hat zurzeit aber Vorrang: «Es gibt in diesen Wochen sehr viel Organisatorisches zu erledigen, für das Bärteli-Essen, die Heimbesuche usw.»

Sehr viel Fronarbeit
Es sei «beeindruckend, wie viel Fronarbeit in der Zunft geleistet wird», sagt das Fritschipaar. «Das erfüllt einen mit Dankbarkeit.» Wie charakterisiert seine Frau den Fritschivater 2010? «Er ist eher der ruhige, verbindende Typ und kein Sprücheklopfer, hat aber eine klare eigene Meinung.» Und sie? «... ist eher der lebhafte Typ», sagt Gregor Schwegler und schmunzelt.

Gregor Schwegler ist FDP-Mitglied. «Die Zunftzugehörigkeit ist an keine Partei gebunden», sagt er, «doch die Mehrheit der Zünftler ist bürgerlich.»Traditionen seien wichtig, ebenso aber Brückenschläge zu anderen Kulturen und Gesellschaftsschichten, betont der Fritschivater, der privat ein passionierter Segler und neuerdings auch Golfer ist. Auch die Beziehung zwischen Jungen und Alten müsse gepflegt werden: «Wichtig dabei ist, dass auch die ältere Generation Verantwortung gegenüber den Jungen übernimmt.»

Wie stehts mit der Fasnacht? «Wir sind beide grosse Fasnächtler», sagt Manuela Schwegler. Ein Problem habe es dabei aber in den letzten Jahren gegeben: «Da wir nicht auf Skiferien verzichten wollten, konnten wir oft nur in der zweiten Ferienwoche an die Fasnacht gehen.»

Fasnacht oder Skiferien?
Heute würden sich viele entscheiden, «entweder Fasnacht oder Skiferien», sagt der Fritschivater. «Da fehlen an der Fasnacht dann halt viele kreative Köpfe.» Gibt es eine Lösung? «Ja», sagt Gregor Schwegler, «wir könnten die Fasnacht von den Skiferien entkoppeln.» Ein mutiger Vorschlag. Das würde bedeuten, dass die Sportferien vorgezogen würden und an den Fasnachtstagen zusätzlich Schulfreitage gelten würden. Für die Schweglers löst sich das Problem dieses Jahr von selber: «Unsere beiden Töchter sind jetzt alt genug, dass sie selber in die Skiferien gehen können.»

Hugo Bischof

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