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Greppen: CVP will Sitz im Gemeinderat gegen SVP verteidigen

Judith Lang (CVP) und Eliane Reinmann (SVP) wollen am 25. November zur Gemeinderätin gewählt werden. Trotz unterschiedlichem Erfahrungsrucksack haben sie zu wichtigen Themen eine ähnliche Haltung.
Niels Jost
Das Grepper Gemeindehaus (im Hintergrund) ist ihr Ziel: CVP-Kandidatin Judith Lang (links) und SVP-Kandidatin Eliane Reinmann. (Bild: Pius Amrein, 14. November 2018)

Das Grepper Gemeindehaus (im Hintergrund) ist ihr Ziel: CVP-Kandidatin Judith Lang (links) und SVP-Kandidatin Eliane Reinmann. (Bild: Pius Amrein, 14. November 2018)

Nach 20 Jahren ist Schluss: Sozialvorsteherin Roswitha Jenni tritt Ende November zurück. CVP-Parteikollegin Judith Lang-Elmiger (41) will ihren Sitz am 25. November verteidigen. Damit hätten die Christdemokraten weiterhin drei der fünf Sitze im Gemeinderat. Auch die SVP tritt zur Wahl an, dies mit Eliane Reinmann-Ackermann (49). Mit ihr strebt die Volkspartei den zweiten Sitz in der Exekutive an.

CVP-Kandidatin Lang ist verheiratet, Mutter zweier Kinder im schulpflichtigen Alter und gelernte Primarlehrerin. Seit gut drei Jahren sitzt sie in der Grepper Bildungskommission (Biko). Weiter war Lang bis 2017 während fünf Jahren im Vorstand des Clubs junger Eltern in Greppen. Zudem war die gebürtige Vitznauerin von 2009 bis 2014 Präsidentin des Turnvereins Weggis. «Diese Engagements zeigen, dass ich schon lange am Dorfleben interessiert bin und mich für die Gemeinde einsetze», sagt Lang.

Persönlicher Kontakt ist als Sozialvorsteherin wichtig

Ehrenamtlich hatte sich auch SVP-Kandidatin Reinmann in ihrem vorherigen Wohnort in Buchrain während vier Jahren engagiert, dies in der Spielgruppe. «Meine Menschenkenntnisse und Sozialkompetenz habe ich mir während meiner 15-jährigen Tätigkeit als Flugbegleiterin angeeignet», sagt sie. Nach abgeschlossener Handelsschule arbeitet die alleinerziehende Mutter zweier schulpflichtiger Kinder nun seit drei Jahren bei der IV-Luzern. «Daher kenne ich bereits die Sorgen, Nöte und Wünsche von älteren Personen, getrennt lebenden Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen als auch Arbeitslosen und Kranken, die ich als Sozialvorsteherin unterstützen dürfte.» Als Sozialvorsteherin würde sie nach dem Motto «Hilfe zur Selbsthilfe» agieren, damit Betroffene möglichst schnell wieder ihren Alltag meistern können.

Auch Judith Lang sagt: «Um den Hilfesuchenden zu wirtschaftlicher und persönlicher Selbstständigkeit verhelfen zu können, würde ich Gespräche suchen und die Person je nach Situation an entsprechende Fachstellen vermitteln, um so optimale Lösungen anzustreben.» Wichtig sei ihr zudem eine «aktive, präventive und aufklärende Jugendarbeit sowie gut betreutes Leben im Alter».

Beide wollen moderates Wachstum

Ähnliche Vorstellungen haben Lang und Reinmann auch, wie sie das 1070-Einwohner-Dorf mitgestalten würden. Beide sprechen sich für ein moderates Wachstum und für die Überbauungen Wendelmatte und des Sagi-Areals aus. Auch ein belebtes Dorf ist ihnen ein Anliegen, was etwa mit der Förderung ansässiger Vereine erreicht werden könne.

Auseinander gehen die Meinungen, inwiefern die Parteizugehörigkeit bei den Wahlen eine Rolle spielt. Eliane Reinmann: «Die Jahrzehnte lange Macht der politischen Mehrheit hat unsere Gemeinde zur Steuerhölle der drei Seegemeinden gemacht, wichtige Bauvorhaben sind blockiert. Die politische Ausgeglichenheit im Gemeinderat ist wichtig, um über verschiedene Ansichten diskutieren zu können.» Um weiterhin eine attraktive Wohngemeinde zu bleiben, sei ein tieferer Steuersatz notwendig.

Diese Haltung teilt Judith Lang nicht. Sie betont, dass es bei Gemeinderatswahlen nicht um die Partei, sondern um die Person geht. «Bei meinen Tätigkeiten in den Vereinen und in der Biko habe ich gelernt, in einem Team aus unterschiedlichen Personen zusammenzuarbeiten und gemeinsam Entscheidungen zu treffen.» Als Biko-Mitglied habe sie zudem bereits mit den Nachbargemeinden Weggis und Vitznau zusammengearbeitet. Das würde sie auch als Sozialvorsteherin tun. «Hier sollen weiterhin gemeinsame Ressourcen genutzt werden.»

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