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GREPPEN: Massiver Widerstand gegen Sagiareal-Gestaltungsplan

Der Gestaltungsplan zum Sagiareal führt zu massivem Widerstand. Bemängelt wird, dass der Uferweg nicht durchgehend ist. Auch der Verkehrs-Club der Schweiz hat sich eingeschaltet.
Das Sagiareal liegt direkt am See. (Bild: jn)

Das Sagiareal liegt direkt am See. (Bild: jn)

Auf dem Sagiareal sollen in den nächsten Jahren 70 Wohneinheiten entstehen. Geplant ist ein dreigeteilter Baukörper mit drei Stockwerken. Im südlichen Teil soll das Gebäude um ein Attikageschoss ergänzt werden. Das Baugebiet befindet sich an bester Lage, direkt am Vierwaldstättersee (siehe Grafik).

Nun liegt der Gestaltungsplan Sagiareal auf der Gemeindekanzlei Greppen auf. Gesuchstellerin ist die Transterra Immobilien AG aus Luzern. Gegen den Gestaltungsplan sind bei der Gemeinde bisher zwei Einsprachen eingegangen. Das Projekt liegt noch bis am Sonntag öffentlich auf.

«Bereits heute sind die Platzverhältnisse eng»

Zu den Einsprechern gehört auch der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS). Elias Vogler, Geschäftsleiter der Sektion Luzern des VCS, erklärt auf Anfrage: «Zu den geplanten Wohneinheiten führt eine schmale Strasse. Bereits heute sind die Platzverhältnisse auf der Seestrasse eng. Zudem liegen dort das Schulhaus, die Kirche und das Gemeindehaus.» Der VCS fordert gemeinsam mit 19 Anwohnern, dass eine detaillierte Erschliessungsplanung für den Verkehr ausgearbeitet wird.

Diese Forderungen seien bereits früher von der Bevölkerung vorgebracht und im kommunalen Bau- und Zonenreglement festgeschrieben worden, heisst es beim VCS weiter. «Die aufgelegten Planunterlagen missachten diese Interessen der Bevölkerung. Das ist für den VCS Luzern inakzeptabel», führt Vogler aus.

Ein weiterer Antrag, welcher der VCS mit Anwohnern stellt, betrifft den Uferweg. Bereits im Vorfeld hatten sich Anwohner sowie ein Komitee für einen durchgehenden Seeuferweg beim Sagiareal eingesetzt. Auch der Gemeinderat hatte sich dafür engagiert. Die Fusswegverbindung entlang des Vierwaldstättersees wurde im Erschliessungsrichtplan festgesetzt, so der VCS-Geschäftsleiter weiter.

Laut Elias Vogler widersprechen sich die aufgelegten Planunterlagen nun allerdings. «In der Umgebungsplanung endet der Weg abrupt – einige Meter vor dem Flösserbecken.» Damit würde die Durchgängigkeit nicht gewahrt und ein weiteres Uferstück der Allgemeinheit entzogen.

Auch ein Komitee setzt sich für den Seeuferweg ein und macht Einsprache gegen den Gestaltungsplan. Es fordert den Gemeinderat auf, den Gestaltungsplan nicht zu bewilligen. Beantragt wird zudem, dass «das öffentliche durchgehende Benützungsrecht für den Seeuferweg mit einem Dienstbarkeitsvertrag gesichert wird.» Hans-Jörg Felder vom Komitee: «Die Parzelle am südlichen Ende des Areals soll für die Öffentlichkeit via Seeuferweg erschlossen werden und nicht für ein paar wenige Private.»

Forderung ist laut der Gemeinde nicht erfüllt

Gemeindepräsidentin Claudia Bernasconi sagt auf Anfrage: «Im Erschliessungsrichtplan ist der Seeuferweg eingezeichnet, in der Umgebungsplanung fehlt er nun.» Sie unterstreicht, dass auch der Gemeinderat einen öffentlich zugänglichen Weg am Vierwaldstättersee verlangt. «Diese Forderung ist bei dem aufliegenden Gestaltungsplan nicht erfüllt.» Welche Konsequenzen dies für die Einsprachen hat, kann die Gemeindepräsidentin «aufgrund des laufenden Verfahrens» nicht sagen.

Sie schliesst nicht aus, dass ein Gericht über den Gestaltungsplan befinden muss. Ausserdem erwartet Claudia Bernasconi, dass bis Ende April verschiedene Einsprachen eingereicht werden. «Denn es brodelt im Dorf.»

Bruno Amberg von der Transterra Immobilien AG kann die Aussage der Gemeinde nicht nachvollziehen: «Der Gemeinderat hat den Gestaltungsplan überprüft und sein Okay gegeben.» Er habe der Transterra Immobilien AG bestätigt, dass der Erschliessungsrichtplan angepasst werden kann. «Ein durchgehender Uferweg, wie er ursprünglich vorgesehen war, ist technisch gar nicht möglich.» Das habe auch der Gemeinderat festgehalten.

Das Sagiareal sorgte immer wieder für Schlagzeilen. 2008 ist der Zonenplan von der Bevölkerung zurückgewiesen worden. Ende 2013 haben die Grepper der Umzonung des Grundstücks dann zugestimmt. Sie ist Voraussetzung für die Überbauung.

Roseline Troxler

roseline.troxler@luzernerzeitung.ch

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