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GREPPEN: Sägewerk wurde zum Tatort

Der «Tatort» von morgen wurde teilweise in einer Grepper Sägerei gedreht. Die Mitarbeiter hatten eine Statistenrolle.
Roger Rüegger
Die Luzerner Kommissare Liz Ritschard und Reto Flückiger in der Sägerei von Greppen. (Bild: PD)

Die Luzerner Kommissare Liz Ritschard und Reto Flückiger in der Sägerei von Greppen. (Bild: PD)

Auf dem Gelände des Säge- und Hobelwerks H. Zimmermann + Sohn ging es im November während einiger Tage zu und her wie in einem Ameisenstaat. «Plötzlich waren 50 bis 60 Filmleute auf dem Gelände. Die hatten Unmengen technischer Apparaturen und Kulissen dabei. Ausserdem brachten sie einen Cateringservice, Garderobe und viele andere Utensilien», sagt Jörg Zimmermann, Inhaber des Sägewerks.

Sein Betrieb ist einer der Schauplätze des 5. Luzerner «Tatorts» mit dem Titel «Geburtstagskind», der am Sonntagabend um 20.05 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt wird. «Irgendwann im Frühling hat mich jemand von der Produktionsfirma C-Films angerufen und gesagt, dass man auf der Suche nach einer Sägerei in der Region Luzern sei», schildert Zimmermann den ersten Kontakt. Wenig später sei ein Mitarbeiter der Filmgesellschaft vorbeigekommen und habe Fotos vom Betrieb gemacht. «Für die definitive Auswahl besuchten uns dann Regisseur Tobias Ineichen und ein Kameramann.»

Den Betrieb auf den Kopf gestellt

Das Firmengelände ist für die drei Tage dauernden Dreharbeiten kurzerhand nach den Vorstellungen des Regisseurs umgestellt worden. So stand etwa das Büro für die Aufnahmen ungünstig. «Einige Techniker haben routiniert ein Werkstattbüro aus Kulissen so aufgebaut, dass man von innen direkt in das Sägewerk und auf den Rundholzplatz sehen kann. Das ging alles zügig voran», sagt Zimmermann.

Als die Filmleute dann wieder abgezogen seien, sei alles wieder exakt am selben Ort platziert gewesen wie vor ihrem Erscheinen. «Die haben jedes Detail zuerst fotografiert, damit sie wussten, wo es stand. Man könnte meinen, dass überhaupt nie etwas Aussergewöhnliches auf meinem Betrieb geschehen ist. Die haben unglaublich professionell gearbeitet», sagt Zimmermann, der vom Ablauf der Arbeiten und auch über die Präsenszeiten der Filmcrew beeindruckt war. «Die haben bereits morgens um 5 Uhr mit den Vorbereitungen für das Drehen angefangen.»

Bei den Dreharbeiten selber war Zimmermann allerdings nicht involviert. Dafür einige seiner fünf Mitarbeiter. «Sie haben als Statisten mitwirken können und, soweit es möglich war, ihre Arbeiten verrichtet», sagt er. Sein Betrieb sei bei der ganzen Filmerei nur wenig beeinträchtigt worden, weil ein Drehtag auf einen Sonntag gefallen sei.

Über das Endresultat der Dreharbeiten kann Zimmermann keine Angaben machen. «Ich habe noch keine Sekunde von den Aufnahmen gesehen. Deshalb habe ich keine Vorstellung, ob mein Betrieb wiedererkennbar ist im Fernsehen. Das Firmenschild zumindest wurde für den Tatort ausgetauscht», sagt der Unternehmer, der übrigens öfters einen Sonntagabend vor dem Fernseher mit einem «Tatort» verbringt.

Public Viewing in der Seebadi

In Greppen werden sich am Sonntag vermutlich einige Leute mehr als sonst den «Tatort» ansehen. Inklusive der Gemeindepräsidentin Claudia Bernas­coni. «Ich bin sonst nicht der Fernseh-Typ. Aber wenn unsere schöne Gemeinde in einem Spielfilm zu sehen ist, muss ich das auch sehen. Es ist schön, wenn man die eigene Gegend und vielleicht Leute die man kennt auf diese Weise erlebt», sagt sie auf Anfrage.

Der Gemeinderat hat eigens für «Geburtstagskind» ein Public Viewing in der Seebadi organisiert. «Wir hoffen, dass das Wetter mitspielt, sonst weichen wir in die Mehrzweckhalle aus», sagt die Gemeindepräsidentin, die die Ermittlungen der Kommissare Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) gemeinsam mit der Bevölkerung ansehen werden.

Auch Jörg Zimmermann und seine Mitarbeiter werden den Tatort am See verfolgen. Mit dem Tatort-Dreh erlebt der Unternehmer übrigens nach exakt 20 Jahren wieder ein aussergewöhnliches Ereignis. «Damals durften wir das Holz für den Wiederaufbau der Kapellbrücke sägen. Nun wurde der Betrieb als Schauplatz für einen Krimi ausgesucht.»

Hinweis

Im Hotel Schweizerhof in Luzern findet ein kostenloses Public Viewing statt. Türöffnung ab 19 Uhr. Es hat Plätze, solange es hat.

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