grosse Differenz
Darum gibt es Preisunterschiede bei den Coronatests

Seit heute sind Corona-Schnelltests nicht mehr gratis. Wer nicht geimpft ist und ein Zertifikat braucht, bezahlt neu direkt im Testzentrum. Wie viel, können die Zentren selbst festlegen.

PilatusToday
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Viele Anbieter von Coronatests haben über das Wochenende noch auf Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit BAG gewartet. Doch das BAG hält sich aus der Preisgestaltung raus: «Für Selbstzahler hat der Bund keine Tarife festgelegt. Diese Preisfestsetzung unterliegt der Privatautonomie», erklärt das BAG auf Anfrage von PilatusToday.

Grosse Preisunterschiede

Zum Wochenstart gab es grosse Preisunterschiede zwischen den Testzentren (PilatusToday berichtete). So bezahlt man in einer Arztpraxis in Rothenburg 64.50 Franken für den Test, während ein Zentrum in Hitzkirch den Test für 15.- Franken anbietet.

Derselbe Test, aber ganz unterschiedliche Preise. Auch im Kanton Luzern.

Derselbe Test, aber ganz unterschiedliche Preise. Auch im Kanton Luzern.

Bild: Pius Amrein (Nottwil, 4. August 2021)

Diese Preisunterschiede lassen sich ein Stück weit erklären. Die Testzentren arbeiten in unterschiedlichen Strukturen. Lohnkosten und Miete ändern sich von Standort zu Standort, und so auch die Preise. Ein günstiges Angebot gibt es in Hitzkirch. Von einem Verein betrieben und mit ehrenamtlicher Arbeit subventioniert kann der Coronatest dort für 15 Franken angeboten werden.

Kanton Luzern greift nicht ein

Der Kanton Luzern sei in die Preisgestaltung der Anbieter nicht involviert, sagt David Dürr, Leiter der Dienststelle Gesundheit und Sport gegenüber PilatusToday. Auch den grossen Preisunterschieden sieht der Kanton gelassen entgegen: «Wir gehen davon aus, dass sich die Preise der verschiedenen Testanbieter in den nächsten Tagen und Wochen ausgleichen werden.»

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