Grosse Gemeinden schreiben rote Zahlen

Die drei grössten Gemeinden im Kanton Luzern präsentieren für 2011 hohe Defizite. Und es kommt noch schlimmer, sagen Finanzchefs.

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Blick auf die Stadt Luzern. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Blick auf die Stadt Luzern. (Bild: Manuela Jans/Neue LZ)

Minus 6,3 Millionen Franken, minus 7,3 Millionen, minus 5,5 Millionen: Mit diesen hohen Fehlbeträgen schliessen die Rechnungen der drei grössten Gemeinden im Kanton Luzern, also Luzern, Emmen und Kriens, ab. Die drei Gemeinden lassen sich zwar nicht über einen Leisten schlagen. Dennoch weisen alle drei Finanzchefs auf ein Problem hin, das ihnen im letzten Jahr stark zu schaffen gemacht hat: die Pflegefinanzierung (siehe Kasten).

Weil der Kanton Luzern auf Beginn dieses Jahres die Unternehmensgewinnsteuern halbiert hat, erwarten Finanzvorsteher wie Herbert Lustenberger aus Ebikon künftig weitere Schwierigkeiten: Treffen werde dies in erster Linie Zentrumsgemeinden mit einem hohen Anteil an Firmen.

So mies es diesen drei Grossgemeinden im vergangenen Jahr finanziell ergangen ist, so gut hat der Grossteil der anderen 84 Luzerner Gemeinden gewirtschaftet: Viele haben weit bessere Rechnungen abgeliefert, als budgetiert worden war, darunter beispielsweise auch Sursee.

Zug, Uri, Schwyz: Viele im Plus

Gut abgeschlossen: Diese Aussage lässt sich auch für andere Zentralschweizer Kantone machen. So haben die meisten Zuger, Urner und Schwyzer Gemeinden bessere Rechnungen abgeliefert, als ihre Finanzvorsteher vorausgesagt hatten. Hauptgrund: höhere Steuereinnahmen, aber auch tiefere Ausgaben wie bei Schwyzer Gemeinden. Recht gut gewirtschaftet haben zudem viele Obwaldner Gemeinden. Im Kanton Nidwalden sind die Rechnungen der meisten Gemeinden noch nicht öffentlich.

nus/cb

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