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Grosser Knatsch: In der Stadtluzerner Bar «Oops» hängt der Haussegen schief

Drei beteiligte Parteien, drei Versionen der gleichen Vorkommnisse: In der Stadtluzerner Bar «Oops» geht momentan alles drunter und drüber.
Evelyne Fischer

Rund um die Luzerner «Oops»-Bar an der Zentralstrasse überschlagen sich die Ereignisse. Nach kurzer Schliessung schenkt die Pächterin seit Mittwochabend wieder aus – kassiert aber nicht ein. Wer will, kann ihr einen Zustupf für den sich anbahnenden Rechtsstreit geben.

Die Leute können seit Mittwochabend wieder in der Oops-Bar sitzen. (Bild: Evelyne Fischer, 28. August 2019)

Die Leute können seit Mittwochabend wieder in der Oops-Bar sitzen. (Bild: Evelyne Fischer, 28. August 2019)

Was ist passiert? Die Pächterin ist seit Herbst 2018 Inhaberin der Caramel Gastro GmbH, welche die Bar betreibt. Zuvor war sie beim früheren Besitzer angestellt. Dieser wiederum hat das Lokal gemietet, war also bislang als Hauptmieter das Scharnier zwischen der Pächterin und der Hausverwaltung.

Die Krux ist: Dem Mieter wurde im Sommer fristlos gekündigt, der Fall kam Ende Juli vor die Schlichtungsbehörde. Mieter und Verwaltung haben sich darauf auf eine Vertragsauflösung per Ende August geeinigt. Bloss: Die Pächterin will laut eigenen Aussagen von all dem nichts mitbekommen haben. Während ihrer kürzlichen Ferien in der Türkei wurden alle Schlösser ausgewechselt. Sie musste sich mittels Schlüsseldienst wieder Zugang verschaffen und feststellen: Kasse weg, Tresor weg, Computer weg. Sie meldete den Einbruch darauf der Polizei.

Schilderungen der Beteiligten driften auseinander

Fest steht: Rund ums «Oops» gibt's einen gewaltigen Knatsch. Unklar aber bleibt, was sich genau abgespielt hat. Mehrmals war die Polizei vor Ort, wie «Zentralplus» berichtet hat. Die Pächterin sieht sich nach wie vor als rechtmässige Besitzerin des Lokals: «Der Untermietvertrag wurde nie gekündigt, sondern läuft noch bis Ende 2021.» Der Mieter sagt: «Den Untermietvertrag habe ich ihr im August 2018 gekündigt. Seither hat sie einzig einen Pachtvertrag zur Benützung der Bar.» Die Verwaltung wiederum will nichts von einem Pachtvertrag wissen:

«Wir gingen von einem Anstellungsverhältnis aus. Weil dem Mieter eine Untermiete vertraglich untersagt war, haben wir ihm gekündigt.»

Dem widerspricht der Mieter. «Die Verwaltung hat die Wirtebewilligung mitunterzeichnet; sie wusste, dass die Pächterin die Bar betreiben würde.» Dem sei nicht so, sagt die Verwaltung. «Die Bewilligung wurde statt auf den vertraglich vereinbarten Mieter auf die Caramel Gastro GmbH ausgestellt.» Bis zur Verhandlung vor der Schlichtungsbehörde habe man davon keine Kenntnis gehabt.

Auf Facebook sorgt das Oops auch für Diskussionen:

Die Verwaltung versucht nun auf juristischem Weg, die Pächterin aus der Bar zu schaffen. Die Pächterin hat Strafanzeige gegen den Mieter eingereicht. Befragungen bei der Kriminalpolizei sind in Gange. Die Pächterin beklagt sich: «Die Staatsanwaltschaft macht seit geschlagenen 16 Tagen gar nichts.»

Hinweis: Alle Namen der Redaktion bekannt.

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