Grosses Problem sind die Mieten

Drucken
Teilen

Armut Die Definitionen, wer als arm gilt, sind uneinheitlich. Die Kantone stützen sich im Wesentlichen auf die Empfehlungen der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos). Gemäss deren Zahlen liegt die Armutsgrenze für eine Einzelperson bei 2600 Franken pro Monat – für zwei Erwachsene ohne Kinder bei 3700 Franken. Armut zeigt sich in der Schweiz häufig bei Senioren. Ein Problem sind die Mieten. Zwar können Rentner Ergänzungsleistungen (EL) beantragen, die maximal anrechenbare Pauschalen sind seit 2001 aber nicht angehoben worden – obwohl die Mieten um durchschnittlich 20 Prozent stiegen.

Derzeit kann sich eine Person, die EL bezieht, 1100 Franken für die Miete anrechnen lassen – 1250 Franken sind es für ein Ehepaar. Die Folge: Über 40 000 Rentner-Haushalte bringen das Geld nicht auf, um die Miete zu bezahlen. Der Bundesrat hat 2014 einen Vorschlag für die Anpassung der Mietzinsmaxima vorgelegt. Doch die Vorlage liegt auf Eis. Die vorberatende Kommission im Nationalrat will abwarten und diese in die anstehende Gesamtreform der EL integrieren. (chh)