Luzern: Grosskampf um den Ständeratssitz von Graber

Ganz sicher zu einem Wechsel der Luzerner Bundeshausvertretung kommt es im Ständerat. CVP-Schwergewicht Konrad Graber hört nach zwölf Jahren auf.

 Lukas Nussbaumer
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Der erst vor vier Jahren gewählte FDP-Mann Damian Müller dagegen kandidiert für eine zweite Amtsperiode. Seine Bestätigung dürfte unbestritten sein. Müller war vor vier Jahren mit 31 Jahren der jüngste Ständerat des Landes; er folgte auf das freisinnige Urgestein Georges Theiler, der vor seiner einzigen Legislatur als Ständerat 16 Jahre im Nationalrat politisiert hatte.

Um den Luzerner CVP-Sitz in der kleinen Kammer duellieren sich aber nicht nur die Nationalräte Andrea Gmür und Franz Grüter, sondern auch SP-Präsident David Roth sowie Monique Frey und Michèle Graber, die Fraktionschefinnen von Grünen und GLP im Kantonsrat. Alle drei Kandidaten von Links-Grün treten auch auf den Nationalratslisten ihrer Parteien an.

Zweiter Wahlgang ist wahrscheinlich

Dass die Tradition der Luzerner CVP- und FDP-Vertretung im Stöckli am 20. Oktober endet, ist trotz der prominenten Mitkandidaten nicht anzunehmen. So haben sich die beiden grossen Mitteparteien wie schon bei den letzten Wahlen die gegenseitige Unterstützung zugesichert und treten auf einer gemeinsamen Liste an. Dennoch ist es sehr wahrscheinlich, dass es wie fast immer im Kanton Luzern zu einem zweiten Ständeratswahlgang kommt. Dieser ist auf den 17. November terminiert.