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GROSSWANGEN: Dröhnende Motorräder und eine spektakuläre Show von Mat Rebeaud

Tausende von Zuschauern, über 600 Helfer und rund 400 Fahrer – der Motocross-Event ist ein Ereignis der Superlative. Die Zeichen stehen gut, dass sich die Zentralschweizer Töff-Fans künftig jedes Jahr auf ein solches Highlight freuen können.
Wenn Dreckschleudern Dreck schleudern. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)

Wenn Dreckschleudern Dreck schleudern. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)

Vier Jahre nach der Premiere in Grosswangen ist es wieder so weit: Die Motocrossfahrer liefern sich an diesem Wochenende packende Duelle um Punkte in der Schweizer Meisterschaft. «Das viele Lob, es macht mir Gänsehaut und treibt mir fast etwas Wasser in die Augen», sagte gestern Urs Meyer während des ersten Wettkampftags. Er ist der OK-Präsident des organisierenden Töff-Teams, das auf insgesamt 668 Helfer zählen kann.

In der Szene gilt der Event als einer der grössten überhaupt, das zeigt auch das Rahmenprogramm, für das Freestyle-Superstar Mat Rebeaud gewonnen ­werden konnte. «Motocross verändert sich. Die Zuschauer wünschen vermehrt Anlässe auf kleinem Raum, wo sie ein Bier trinken können und trotzdem fast die ganze Rennstrecke im Blick haben. Es geht um die Show», erklärt Urs Meyer.

Wolke aus Dreck lässt alle verschwinden

In dieser Hinsicht herrschen in Grosswangen moderne Verhältnisse. Die 1610 Meter lange Piste mit rasanten Abfahrten, knackigen Steigungen, wellenförmigen Hügeln und spektakulären Sprüngen windet sich auf engem Raum den Hang hinauf und hinunter. Imposant ist der Start, wenn bis zu 45 Athleten gleichzeitig lospreschen und eine derart dichte Dreckwolke aufwirbeln, dass der eine oder andere Zaungast seinen Liebling aus den Augen verliert. Bessere Sicht gewährt die Naturtribüne, wo Mani Setz aus Werthenstein steht. Ihn beeindrucke das Timing bei den Sprüngen, sagt er, während seine Frau Andrea über die Dynamik staunt. «Und das Surren der Motorräder natürlich.» Der kleine Sohnemann muss derweil nicht lange überlegen, was ihm am besten gefällt: «Die Schanze!»

Nicht jeder Motocross-Crack meistert die Hindernisse dabei gleich souverän. «Sturz bei der Valiant-Schanze, Sanität bitte sofort dorthin», vermeldet der Speaker von seinem Hochsitz, um nur Sekunden später Entwarnung zu geben: «Nichts passiert! Weiter gehts, die Motocrosser sind hart im Nehmen.» Dass es zu Verletzungen kommen kann, bekam Patrick Zurkirchen zu spüren. Anstatt sich als Lokalmatador in der Klasse Lites 250 zu präsentieren, war der 21-jährige Grosswanger zum Zuschauen gezwungen. Anfang Juli zog er sich in einem Rennen einen Kreuzbandriss zu. Trotzdem genoss er die Atmosphäre: «Es ist hier wie in den Ferien.»

Königskategorien sind heute im Programm

Im Aktiveinsatz befand sich derweil der 17-jährige Willisauer Jan Achermann. Während er sich im Fahrerlager erholte, inspizierte sein Vater Bruno sein Yamaha-Motorrad. «Reinigen, Benzin nachfüllen, Kette schmieren und prüfen, ob alle Schrauben angezogen sind», das gehöre zu seinen Pflichten. «Motocross ist ein familiärer Sport, die Fahrer brauchen finanzielle Unterstützung oder Betreuung.»

Weiter geht es am Sonntag (ab 7.15 Uhr) mit dem zweiten Wettkampftag, der auch die beiden Königskategorien (MX Open, MX 2) beinhaltet. Und dann? Müssen die Zentralschweizer Motocross-Fans lange auf das nächste Highlight warten? «Nein», sagt OK-Chef Urs Meyer. «Wir diskutieren über jährliche Anlässe mit wechselnden Austragungsorten.» Nach Malters 2016 und Grosswangen 2017 könnte sich die Motocross-Elite 2018 womöglich in Nidwalden zu Meisterschaftsrennen treffen.

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Freestyle-Show in Grosswangen: Mat Rebeaud fliegt durch die Luft. (Bild: Boris B¸rgisser (LZ))
Freestyle-Show in Grosswangen: Mat Rebeaud fliegt durch die Luft. (Bild: Boris Bürgisser / LZ)
Die Crossfahrer und das Publikum: Beide wären nichts ohne die andern. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)
Startszene: Die Töffs donnern los. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)
Wenn Dreckschleudern Dreck schleudern. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)
Gewagt, aber gekonnt: Ein Sprung durch die Luft. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)
Ein weiterer Hochflieger über dem ERdbuckel. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)
Ein Teilnehmer gibt Gas. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)
Das mit der Bodenhaftung scheint so ein Sache zu sein, … (Bild: Boris Bürgisser/LZ)
… aber was solls, schliesslich wollen die Kerle ja hoch hinaus. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)
Auch er. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)
Ein Helfer ist bereit für ein Signal. (Bild: Boris Bürgisser/LZ)
Und, ist die Wiese noch zu retten? (Bild: Boris Bürgisser/LZ)
Das Fahrerfeld kurz nach dem Start. (Bild: PD)
«Wichtig ist uns, dass das Ambiente einer Arena gleicht», sagt Marco Felber, als OK-Mitglied verantwortlich für Sponsoring und Presse. (Bild: PD)
«Wenn nötig werden die Sprünge zum Beispiel nachgebaggert und ausgebessert.» (Bild: PD)
In die richtige Position: Dann kann es losgehen. (Bild: PD)
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Das Gelände aus Grosswangen aus der Luft. (Bild: PD)
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Die obligate Siegerdusche darf nicht fehlen. (Bild: PD)
Das Gelände aus Grosswangen aus der Luft. (Bild: PD)
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Blick auf das Areal in Grosswangen (Bild: PD)
Bild: PD
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Motocross in Grosswangen


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