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Grüne wollen Pilzschontage im Kanton Luzern abschaffen

Die Grünen Kanton Luzern haben ein Postulat eingereicht, in dem sie die Aufhebung der Pilzschontage fordern. Gleich bleiben soll aber die Mengenbeschränkung beim Pilze sammeln.

(spe/pd) Im Kanton Luzern dürfen vom 1. bis 7. Kalendertag jedes Monats keine Pilze gepflückt werden. Wer dagegen verstösst, muss mit einer Busse rechnen. Dies wollen die Grünen ändern und fordern in einem Postulat die Abschaffung der sogenannten Pilzschontage und die entsprechende Anpassung der Pilzschutzverordnung.

Gemäss der Verordnung zum Schutz der Pilze dienen die Bestimmungen zur «Erhaltung der Pilzflora und zur Sicherung der natürlichen Lebensgemeinschaften in Feld und Wald». Eine Langzeitstudie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL habe aber gezeigt, dass gesetzliche Einschränkungen wie das Festlegen von Schontagen keine positiven Wirkungen darauf hätten, argumentieren die Grünen. Das Ernten beeinträchtige weder die Anzahl der Pilze noch die Artenvielfalt.

Die Mengenbeschränkung von zwei Kilogramm gesammelten Pilzen pro Person pro Tag wollen die Grünen beibehalten wie bisher.

Geschützte Pilze in der Schweiz

Zwölf Pilzarten in der Schweiz stehen unter Schutz. Das Sammeln dieser Pilze ist komplett untersagt:

Violettfleischiger Braunsporstacheling, Krokodil-Ritterling, Riesen-Ritterling, Lärchen-Baumschwamm, Arven-Röhrling, Orangeroter Dachpilze, Echter Königsröhrling, Fingerhut-Verpel, Gelber Schuppenwulstling, Gelbblättriger Karminschwärzling, Amethystfarbige Keule, Rosaroter Saftling.

In Natur- und Pflanzenschutzgebieten ist zudem das Sammeln jeglicher Pilze untersagt.

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