Grünes Licht für Zukunftspläne in Rathausen

Die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern (SSBL) plant in Rathausen 90 neue Wohnplätze. Die Investitionen belaufen sich auf 45 Millionen Franken.

Drucken
Teilen
Blick auf das heutige Rathausen. (Bild: PD)

Blick auf das heutige Rathausen. (Bild: PD)

Bis 2016 werden in Rathausen 90 neue Wohnplätze für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung gebaut. Die Kommission für soziale Einrichtungen (Koseg) hat den Masterplan Rathausen bewilligt, wie die Stiftung am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt. Im ehemaligen Kloster werden Arbeits- und Beschäftigungsräume für Menschen mit schwerer Behinderung entstehen und gleichzeitig Begegnungsmöglichkeiten mit der Bevölkerung geschaffen. Über die notwendige Umzonung stimmt die Bevölkerung von Ebikon am 3. März ab. Mit dem Neubau werden einerseits Kapazitätsprobleme bei der Betreuung von Menschen mit schwerer Behinderung im Kanton Luzern gelöst; andererseits kann besser auf die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit besonders hohem Betreuungsbedarf eingegangen
werden.

Investitionen von 44,7 Millionen Franken

Damit können auch die Architekturwettbewerbe beginnen. Sie laufen bis im Sommer 2013. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf 44,7 Millionen Franken. Die Kosten für die 90 Wohnplätze, neue Arbeitsräume im Kloster und technisch notwendige Anpassungen an bestehenden Liegenschaften betragen 32,1 Millionen Franken. Dieser Aufwand wird durch Betriebsbeiträge finanziert. Die Sanierungskosten für das Kloster belaufen sich auf 7,5 Millionen Franken, wobei mit finanzieller Unterstützung des Kantons, der Denkmalpflege und privater Spender gerechnet wird. Zusätzliche 5,1 Millionen Franken sind für die Sanierung der Klosterkirche und der Liegenschaft «Milchhof 1912» sowie für optionale Projekte vorgesehen. Diese Kosten sollen durch Spendengelder und die Unterstützung der Denkmalpflege gedeckt werden. Die SSBL bringt als Eigenleistung den Wert des Baulandes in Rathausen im Umfang von sechs bis sieben Millionen Franken ein.

Als Folge des Neubaus werden bis Ende 2017 die Wohngruppen Blochwil in Menznau, das Hochstudhuus in Dagmersellen, die Villa Stäge in Horw, den Matthofgarten in Luzern sowie das Casa Macchi in Willisau aufgehoben und nach Rathausen verlegt.

pd/rem