GRÜNGUT: Verschleudert die Stadt Steuergelder?

Die Grünliberale Partei der Stadt Luzern kritisiert den Umgang mit Grüngut in der Stadt Luzern. Würde das Grüngut in der Biogasanlage Inwil verarbeitet, könnten im Jahr rund 750'000 Franken gespart werden, so die Partei.

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Die Biogasanlage in Inwil. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Biogasanlage in Inwil. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Pro Jahr sammelt die Stadt Luzern zirka 4'300 Tonnen Grüngut. Dieses wird auf der Kompostieranlage Kompost AG in Blatten kompostiert, was laut der Grünliberalen Partei im Jahr zirka 520'000 Franken koste. Würde dieses Grüngut auf der Biogasanlage in Inwil verarbeitet, könnte dadurch Energie in Form von Biomethan für den Treibstoffmarkt gewonnen werden.

Die EWL ist Mehrheitsaktionär der Firma SwissFarmerPower, welche die Biogasanlage in Inwil betreibt. Da die EWL im Besitz der Stadt Luzern ist, ist die Stadt also indirekt Hauptaktionär der Biogasanlage. Daher könnte die durch das städtische Grüngut gewonnene Energie über die EWL vermarktet werden, was nochmals rund 250'000 Franken einbringen würde.

Die Grünliberale Partei der Stadt Luzern kommt daher zum Schluss, dass insgesamt 750'000 Franken durch die optimale Verwertung von Kompostgut eingespart werden können. Sie hat nun eine schriftliche Anfrage an die städtische Baudirektion eingereicht. Unter anderem will sie wissen, wie es um den Vertrag mit der Kompost AG genau steht.

ost