Grünliberale holen in Luzern einen SVP-Sitz

Die Grünliberalen holen im Kanton Luzern auf Kosten der SVP einen Sitz im Nationalrat. Die CVP, die FDP, die SP und die Grünen können ihre Sitze jeweils halten.

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Die SVP verliert den Sitz ihres zurücktretenden Josef Kunz an die Grünliberalen. (Bild: bac/luzernerzeitung.ch)

Die SVP verliert den Sitz ihres zurücktretenden Josef Kunz an die Grünliberalen. (Bild: bac/luzernerzeitung.ch)

Die SVP verliert den Sitz ihres zurücktretenden Josef Kunz an die Grünliberalen. (Bild: bac/luzernerzeitung.ch)

Die SVP verliert den Sitz ihres zurücktretenden Josef Kunz an die Grünliberalen. (Bild: bac/luzernerzeitung.ch)

(19:30 Uhr) Schon früh zeichnete sich am Wahlsonntag ein gutes Ergebnis für die Grünliberalen (GLP) ab. Kurz nach 19.30 Uhr war es dann definitiv: Die Partei holt mit dem 46-jährigen Ökonom Roland Fischer aus Udligenswil im Kanton Luzern einen Sitz im Nationalrat. Leidtragende des GLP-Erfolgs ist die SVP. Sie verliert einen Sitz und kommt neu nur noch auf zwei Mandate. Die Partei hatte bereits 2007 um ihren dritten Sitz bangen müssen, konnte ihn aber damals dank eines Restmandates sichern.

Bei den übrigen Parteien bleibt alles beim Alten: Die CVP erreicht drei Sitze und ist damit die stärkste Partei im Kanton, die FDP kann ihre zwei Sitze halten, SP und die Grünen kommen auf je einen Sitz. Die CVP hätte gerne einen vierten Sitz erobert und wollte deswegen mit der FDP eine Listenverbindung eingehen. Diese lehnte aber ab. Das Risiko eines Alleinganges hat sich für die Freisinnigen gelohnt. Die Stimmbeteiligung betrug 50,9 Prozent.

Die GLP profitierte von den Listenverbindungen mit der BDP und der EVP und eroberte ein Mandat. Nach den Kantonsratswahlen vom Frühling, als sie auf Anhieb Fraktionsstärke erzielte, ist dies der zweite Erfolg der jungen Partei innerhalb weniger Monate.

Ruedi Lustenberger (CVP, bisher) (Bild: PD)
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Ida Glanzmann-Hunkeler (CVP, bisher) (Bild: PD)
Leo Müller (CVP, neu) (Bild: PD)
Otto Ineichen (FDP, bisher) (Bild: PD)
Albert Vitali (FDP, neu) (Bild: PD)
Felix Müri (SVP, bisher) (Bild: PD)
Yvette Estermann (SVP, bisher) (Bild: PD)
Prisca Birrer-Heimo (SP, bisher) (Bild: PD)
Louis Schelbert (Grüne, bisher) (Bild: PD)
Roland Fischer (GLP, neu) (Bild: PD)
Pius Segmüller (CVP, bisher) hat den Sprung in den Nationalrat nicht mehr geschafft. (Bild: PD)

Ruedi Lustenberger (CVP, bisher) (Bild: PD)

Gewählt sind:

Ruedi Lustenberger (CVP, bisher) mit 48'069 Stimmen
Ida Glanzmann-Hunkeler (CVP, bisher) mit 43'765 Stimmen
Leo Müller (CVP, neu) mit 34'452 Stimmen

Yvette Estermann (SVP, bisher) mit 35'529 Stimmen
Felix Müri (SVP, bisher) mit 33'392 Stimmen

Otto Ineichen (FDP, bisher) mit 52'692 Stimmen
Vitali Albert (FDP) mit 26'004 Stimmen

Prisca Birrer-Heimo (SP, bisher) mit 24'610 Stimmen

Louis Schelbert (Grüne, bisher) mit 24'029 Stimmen

Roland Fischer (GLP, neu) mit 9727 Stimmen

Damit ist Pius Segmüller (CVP, bisher), ehemaliger Kommandant der päpstlichen Schweizergarde, der einzige Kandidat im Kanton Luzern, der die Wiederwahl nicht geschafft hat. Er hat 32'118 Stimmen erhalten. Für ihn wurde der Rechtsanwalt Leo Müller (53) aus Ruswil ins Parlament gewählt. Der 56-jährige Oberkircher Albert Vitali (FDP) ist Geschäftsführer des eigenen Treuhandbüros und ersetzt im Nationalrat Georges Theiler, der für die FDP als Ständerat kandidiert. Die SVP konnte den Sitz des nicht mehr angetretenen Joseph Kunz nicht verteidigen.

bep/sda

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Die Grünliberalen... (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
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... feieren im Rebstock den neuen Grünliberalen Nationalrat Roland Fischer (mitte). (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Erwin Dahinden (SVP) und Fredy Zwimpfer (SVP) im Gespräch. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
FDP-Regierungsrat Robert Küng und die beiden FDP-Nationalräte Albert Vitali und Otto Ineichen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Peter Schillinger (links) und FDP-Ständeratskandidat im Wilden Mann in Luzern. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Die FDP-Anhänger im Wilden Mann. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Erreichten bei der Ständeratswahl die besten Resultate: Georges Theiler (l.) und Konrad Graber. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Pius Segmüller schafft die Wiederwahl nicht. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Pius Segmüller (CVP), zusammen mit Yvette Estermann. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Yvette Estermann von der SVP. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Leo Müller (CVP) (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Otto Ineichen (r.) im Gespräch mit Louis Schelbert. Ineichen erzielte das beste Resultat aller Kandidaten. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Roland Fischer hatte allen Grund zu lachen. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Martin Schwegler, Präsident der CVP Luzern. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Leo Müller wurde gewählt. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Georges Theiler (l.) und Konrad Graber. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Es war viel los im Regierungsgebäude. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Die GLP wartet auf die ersten Resultate. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Vertreter der Grünliberalen warten im Regierungsgebäude gespannt auf das Ergebnis. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Konrad Graber im Gespräch. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Ständeratskandidat Fredy Zwimpfer (m.) (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
Der gewählte Roland Fischer (r.) freut sich mit Urs Brücker und Samuel Odermatt über das gute Resultat der GLP. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
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Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
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Der SVP Sitz von Josef Kunz (r.) ging an die GLP (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
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Bild: Nadia Schärli / Neue LZ

Die Grünliberalen... (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)