Dynamo Sempachersee: In Neuenkirch dominierte das Holz

Der Dynamogarten in Neuenkirch überzeugte mit hölzernen Prominenten. Derweil konnten Kinder eigene Souvenirs fertigen.

Julian Spörri
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Noemie Amrein (6) aus Neunkirch stellt unter fachkundiger Anleitung und Hilfestellung ihres Vaters Gregor Amrein ein Schlüsselbrett her. (Bild: Pius Amrein, 8. September 2019)

Noemie Amrein (6) aus Neunkirch stellt unter fachkundiger Anleitung und Hilfestellung ihres Vaters Gregor Amrein ein Schlüsselbrett her. (Bild: Pius Amrein, 8. September 2019)

Skispringer Simon Amman und Richterin Carla del Ponte: Diese und acht weitere Persönlichkeiten waren auf dem Firmenareal von Jardin Suisse Zentralschweiz in Neuenkirch zu finden – wenn auch nur als Holzfiguren. Die im Rahmen der Kampagne Woodvetia entstandenen Skulpturen waren im sogenannten Dynamogarten ausgestellt. Jede Persönlichkeit ist dabei aus einem anderen Holz geschnitzt – Amman zum Beispiel aus Fichte und del Ponte aus Edelkastanie.

Der Garten, inspiriert von der Form des Logos von Dynamo Sempachersee, diente Erwachsenen als Ort der Erholung. Für Kinder stand eine Naturholzkugelbahn zum Spielen bereit. Nur eines konnten die Besucher im Dynamogarten nicht, obwohl es im Programmheft angekündigt war: Selber an der Anlage mitbauen.

«Wir konnten den Garten schon früher als geplant abschliessen», erklärte Stefan Dätwyler, stellvertretender Leiter Bildungszentrum bei Jardin Suisse Zentralschweiz. Deswegen hätten die Besucher nicht mehr beim Verlegen der Pflastersteine helfen können.

Schlüsselbrett statt iPad

Klar ist: Es gab genügend andere Angebote, um selber Hand anzulegen. In der Berufsinsel konnten Interessierte ein eigenes Schlüsselbrett produzieren. In sechs Arbeitsschritten wurde unter fachkundiger Anleitung aus einem Stück Holz ein praktisches Souvenir für zu Hause.

Das war gerade bei den jüngeren Gästen beliebt, wie sich vor Ort zeigte. Und es freute auch die Eltern: «Ich finde es toll, dass den Kindern die Arbeit mit Holz nähergebracht wird» sagte André Steiger, der mit seinen zwei fünf- und sechsjährigen Kindern vor Ort war. «Es ist gerade in Zeiten von iPad und iPhone wichtig, dass sie lernen, was alles hinter der Herstellung eines Produktes steckt.»

In der Berufsinsel präsentierten sich Betriebe und Verbände aus den Bereichen Garten, Holzverarbeitung, Metall, Elektrizität und Planung. «Wir wollen auf das Zusammenspiel in diesen Berufsfeldern aufmerksam machen, weil ein Gärtner beispielsweise auch mit Schreinern und Elektrikern arbeitet», sagte Stefan Dätwyler.

Und er fügte an: «An diesem Anlass können wir die Berufe auch der jungen Bevölkerung näherbringen.» Im Gärtnerberuf gebe es zwar konstante Lehrlingszahlen, trotzdem sei die Nachwuchsförderung ein wichtiges Thema.

Samuel Binder hat sich für eine Lehre als Landschaftsgärtner entschieden – er ist im dritten Lehrjahr. In Neuenkirch betreute er den Stand mit einem Kleinbagger. Auf diesem Besucher Probe sitzen und die Schaufel bedienen konnten. «Der Bagger ist sehr beliebt», stellte Binder mit zufriedener Miene fest. «Alles mit Motor scheint die Besucher besonders zu interessieren.»