GÜLLE-UNFÄLLE: Das Fischsterben im Kanton nimmt kein Ende

Von Januar bis Juli gab es in Luzern so viele güllebedingte Fischsterben wie im ganzen Vorjahr. Der Fischereiverband hat genug – und kritisiert nun den Kanton.

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Franz Häfliger inspiziert den Bach wo jüngst eine Fischvergiftung durch Gülle stattfand. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Franz Häfliger inspiziert den Bach wo jüngst eine Fischvergiftung durch Gülle stattfand. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Bei bisher zehn Unfällen liessen Tausende von Forellen ihr Leben. Über das unverminderte Fischsterben wird von offizieller Seite her dennoch nur vereinzelt informiert. Franz Häfliger, Präsident des Fischereiverbandes Kantons Luzern, will das nicht länger akzeptieren. «Wir Fischer ärgern uns über die hohe Zahl von Fischvergiftungen – und ebenso über die ungenügende Informationspolitik seitens der zuständigen Ämter.» Immerhin handle es sich bei Gewässerverschmutzungen um Offizialdelikte, betont Häfliger. Er fragt sich: «Wird die Öffentlichkeit manipuliert?» Häfliger fordert, dass Politik und Justiz der Zerstörung der Gewässer und dem Fischsterben endlich ein Ende setzen.

Hugo Baumann, stellvertretender Leiter der Dienststelle für Landwirtschaft und Wald, kann Häfligers Vorwürfe nicht nachvollziehen. «Wir haben Anfang Jahr ausführlich über die Entwicklung, die Anzahl und die Ursachen der Gülle-Unfälle sowie die eingeleiteten Massnahmen informiert.»

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».