GÜLLEUNFÄLLE: Fischsterben in zwei Luzerner Bächen

Zwei Gewässerverschmutzungen durch Jauche haben zu einem Fischsterben im Fürbach in Hergiswil bei Willisau und im Mühlebach in Buttisholz geführt. Die Verursacher sind der Polizei bekannt.

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In Hergiswil bei Willisau und in Buttisholz kam es zu Fischsterben. Im Archivbild: Fischsterben in Werthenstein (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

In Hergiswil bei Willisau und in Buttisholz kam es zu Fischsterben. Im Archivbild: Fischsterben in Werthenstein (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Auf einer Schadensstrecke von insgesamt drei Kilometern wurde der gesamte Bestand an Bachforellen vernichtet, schreibt die Luzerner Polizei in einer Mitteilung.

Am letzten Samstag um 13 Uhr trug ein Landwirt mit einem Schleppschlauch Jauche aus. Plötzlich bemerkte er einen Druckabfall. Wie sich herausstellte hatte sich eine Schlauchkupplung ausgedreht. In der Folge liefen mehrere Kubikmeter Jauche über das Wiesland in den Fürbach. Auf einer Länge von zwei Kilometer wurde der gesamte Bestand an Bachforellen vernichtet. Die Feuerwehr pumpte das Jauche-Wasser-Gemisch aus dem Fürbach ab. 

Fischsterben auch in Buttisholz

Am Dienstag um 11 Uhr beabsichtigte ein Landwirt die Kanäle eines Schweineauslaufs zu spülen. Die Jauche floss anschliessend in zwei Jauchegruben. Aus noch ungeklärten Gründen schloss sich ein geöffneter Schieber und die Jauche floss via Vorplatz und Strasse in einen Schacht. Von dort gelangte die Jauche in den Mühlebach sowie in den Chottengraben. Die Verschmutzung führte zu einem Fischsterben, wobei auf einer Länge von einem Kilometer sämtliche Bachforellen verendeten. Die Feuerwehr Buttisholz errichtete eine Sperre und pumpte die ausgeflossene Jauche ab.

Der genaue Schadensbetrag kann in beiden Fällen nicht beziffert werden. Durch den Einsatz der beiden Feuerwehren konnten grössere Schäden verhindert werden. Die Verursacher werden durch die zuständige Staatsanwaltschaft verzeigt.

pd/zfo