Guerilla-Aktion der SP/Juso-Fraktion: Luzerner Strassenschilder sollen weiblicher werden

Am Tag der Frau setzte die SP/Juso-Fraktion in der Stadt Luzern ein Zeichen: Sie überklebten Verkehrsschilder mit Piktogrammen, auf denen kein Mann, sondern eine Frau abgebildet ist.

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Frauen auf Strassensignalisationen – bisher ein Novum in der Stadt Luzern.

Frauen auf Strassensignalisationen – bisher ein Novum in der Stadt Luzern.

Bild: PD

(stp) Der öffentliche Raum soll weiblicher werden, fordert die SP/Juso-Fraktion in einer Mitteilung am Sonntagnachmittag. Nach Genfer Vorbild – die Calvinstadt hatte Anfang Jahr die Hälfte ihrer Strassenschilder mit Piktogrammen von Frauen ersetzt – sollen auch die Signalisationen in der Stadt Luzern angepasst werden. Dafür hat die Fraktion nun ein Postulat eingereicht. Maria Pilotto, Mitverfasserin des Vorstosses, sagt:

«Mit der Veränderung der Strassenschilder leisten wir einen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen und Männern, in einem Bereich, wo wir uns unbewusst von Stereotypen beeinflussen lassen.»

Am Sonntag hat die Juso Stadt Luzern allerdings bereits einen symbolischen Akt getätigt und entsprechende Piktogramme an einigen Strassenschildern angebracht. Grossstadtratsskandidatin Priya Kumar sagt über die Guerilla-Aktion am Tag der Frau: «Gerade wir Jungen wünschen uns, dass alle Menschen unabhängig vom Geschlecht, der Herkunft oder Sexualität gleich behandelt werden. Das bedeutet auch eine gleiche Sichtbarkeit von Männern und Frauen im öffentlichen Raum.»

Zu der Thematik hat sich im vergangenen November bereits der Grosse Stadtrat positioniert: In der Stellungnahme zur Motion zur Schaffung einer Fachstelle für Gleichstellung hat er betont, dass die geschlechtergerechte Gestaltung im öffentlichen Raum «zu einem der wichtigsten Themenfelder gehört».

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