Güsel hat Luzern im Griff

Der Kampf gegen Littering beim Luzerner Bahnhof verpufft praktisch völlig. Das räumt die Stadt ein – und spielt den Ball weiter: Abfallsünder büssen könne nur die Polizei.

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Ein Stadtangestellter wischt den Güsel am Bahnhofplatz Luzern weg (gestellte Szene). (Bild: Roger Gruetter/Neue LZ)

Ein Stadtangestellter wischt den Güsel am Bahnhofplatz Luzern weg (gestellte Szene). (Bild: Roger Gruetter/Neue LZ)

Trotz Sofortbussen, Videoüberwachung, Präventionsprojekten: Das Resultat im Kampf gegen die Güsel-Flut auf dem Bahnhofplatz in Luzern ist «ernüchternd», wie die Stadtbehörden jetzt offen kommunizieren. Politiker fordern nun härtere Bussen für Abfallsünder.

Rolf Stocker, Leiter Betrieb und Unterhalt beim städtischen Strasseninspektorat, sagt: «Je höher der Alkoholpegel ist, desto mehr Abfall bleibt liegen.» Mit neun Mann reinigt das Strasseninspektorat jeweils am Wochenende den Bahnhofvorplatz, die Schicht beginnt um 5 Uhr morgens.

Bisher hätten sich die Sofortbussen für Abfallsünder laut Daniel Deicher, Stabschef der Direktion Umwelt, nicht als Patentrezept erwiesen: «Die Bilanz zwei Jahre nach Einführung der Sofortbussen ist aus unserer Sicht ernüchternd.»

Denn: Der erhoffte Effekt von Littering- Bussen ist laut Deicher «fast nicht zu spüren». Für den Ruf nach verstärktem Büssen von Abfallsündern sei die Stadt jedoch der falsche Ansprechpartner. Denn: Zuständig ist dafür gemäss dem Übertretungsstrafgesetz die Luzerner Polizei und damit der Kanton.

Emanuel Thaler/ks

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