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GÜTSCH: Jetzt wird wieder an der Gütsch-Bahn in Luzern gebaut

Gestern ist die Arbeit am neuen Schräglift wieder aufgenommen worden. Hingucker wird ein riesiges Eingangsportal bei der Talstation.
Das markante Gesicht der Talstation der neuen Gütsch-Bahn wird eine elf Meter hohe Wand mit dem Gütsch-Schriftzug. (Bild: PD)

Das markante Gesicht der Talstation der neuen Gütsch-Bahn wird eine elf Meter hohe Wand mit dem Gütsch-Schriftzug. (Bild: PD)

Nun wird wieder gebaut an der Gütsch-Bahn zwischen der Baselstrasse und dem Château Gütsch. Nachdem die Baustelle lange verwaist war, startete gestern die letzte Phase des Baus. Mehrere Mitarbeiter der Firma Inauen-Schätti AG, die den neuen Schräglift baut, waren gestern auf der Baustelle zugegen, wie ein Augenschein vor Ort zeigte. «Der Schrägliftbauer hat sich gestern auf der Baustelle eingerichtet, heute soll das erste Material geliefert werden», bestätigt Gesa Eichler, Geschäftsführerin der Château Gütsch Immobilien AG, einen Bericht des Onlineportals «zentralplus.ch». Selbiges sagt auf Anfrage auch die Inauen-Schätti AG.

In der ersten Woche wird der Antrieb des Lifts im Boden der Talstation in­stalliert. «Die Bahntechnik ist bereits seit längerer Zeit fertiggestellt und eingelagert», sagt Gesa Eichler. Anschliessend folgen der Bau eines Eingangsportals, die Errichtung des Eingangstores und die Montage der Kabinen. Die Bergstation bleibt in der jetzigen Form bestehen.

Eröffnung im Frühsommer

Die neue Talstation hat mit dem Vorgängerbau wenig gemein. Der Eingang zur neuen Bahn besteht nicht mehr aus einem eigenen Gebäude. Stattdessen dient eine markante weisse Betonwand als Eingansportal. Diese ist gemäss den Luzerner Architekten Daniele Marques und Iwan Bühler 11 Meter hoch und 6,5 Meter breit. Darauf platziert wird der Schriftzug des Châteaus Gütsch. Wann genau die Gütsch-Bahn wieder in Betrieb genommen wird, ist derzeit noch unklar. «Wir legen uns noch nicht auf einen taggenauen Eröffnungstermin fest», sagt Eichler. Ursprünglich sollte die Bahn im Mai eröffnet werden. Gestern mochte sich Gesa Eichler nicht mehr auf einen fixen Termin festlegen: «Wir rechnen mit Frühsommer», sagt sie. «Wir liegen aber gut in der Zeit.»

Eine zusätzliche Baubewilligung brauchte es für das grosse Eingansportal nicht: «Das Eingangsportal mit dem Betonschild entspricht dem bewilligten Projekt», sagt Gesa Eichler. Dies bestätigt Markus Hofmann, Leiter Ressort Baugesuche der Stadt Luzern: «Der Eingangsbereich ist so wie geplant bewilligt», sagt er. Der Sentitreff neben der neuen Talstation ist denkmalgeschützt. Kein Problem für die Baubewilligung: «Die kantonale Denkmalpflege war in das Bewilligungsverfahren involviert», sagt Hofmann.

Fahrt dauert 90 Sekunden

Konkret geplant ist ein Schräglift, wie er beispielsweise beim Hotel Montana in Luzern besteht. Der Lift nutzt die bestehenden Schienen und funktioniert in Selbstbedienung. Die beiden Kabinen bieten Platz für je acht Personen und fahren mit einer Geschwindigkeit von 2 Metern pro Sekunde. Die Fahrt auf den Gütsch soll 90 Sekunden dauern.

Beim Quartierverein Wächter am Gütsch ist man über die neuste Nachricht erfreut. «Die Verbindung in den Gütschwald ist für uns sehr wichtig», sagt Präsident Josef Moser. «Deshalb gab es aus der Bevölkerung positive Rückmeldung zur Wiederaufnahme der Bauarbeiten.» An einem allfälligen Eröffnungsfest für die Bahn würde man sich sogar beteiligen, sagt Josef Moser. «Da machen wir uns schon erste Gedanken.»

Geld fliesst erst, wenn die Bahn läuft

Erste Bauarbeiten an der Talstation wurden bereits letztes Jahr ausgeführt. Dann wurden die Arbeiten eingestellt, weil die Bauherrschaft erst das Ergebnis der städtischen Abstimmung abwarten wollte. Am 30. November 2014 sagte die Stadtluzerner Bevölkerung dann Ja zu einem 1,73-Millionen-Kredit für die Gütsch-Bahn. Insgesamt kostet der Neubau der Bahn 3,1 Millionen Franken.

Weil erste Arbeiten bereits ausgeführt wurden, läuft die Baubewilligung unbefristet weiter. Dennoch dürfte die Bauherrschaft gewillt sein, die Bahn nun zügig zu einem Abschluss zu bringen. «Der Investitionsbeitrag der Stadt fliesst erst dann, wenn die Bahn ihren Betrieb aufnimmt», sagt Markus Hofmann.

Raphael Gutzwiller

Modell der geplanten Talstation der Gütsch-Bahn. (Bild: PD)

Modell der geplanten Talstation der Gütsch-Bahn. (Bild: PD)

Erste Bauarbeiten bei der Gütsch-Bahn am 2. Februar. (Bild: Neue LZ)

Erste Bauarbeiten bei der Gütsch-Bahn am 2. Februar. (Bild: Neue LZ)

Die Bauarbeiten der Gütsch-Bahn haben am 2. Februar begonnen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Bauarbeiten der Gütsch-Bahn haben am 2. Februar begonnen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

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