Personalie
«Ich habe mich entschieden, einen Neustart zu wagen» – Krienser Stadtschreiber Guido Solari wechselt nach Willisau

Die Stadt Kriens muss die Leitung der Stadtkanzlei neu besetzen: Stadtschreiber Guido Solari wird die Stadtverwaltung Ende September verlassen, um per 1. Oktober eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen.

Fabienne Mühlemann
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Guido Solari

Guido Solari

Bild: PD

Guido Solari tritt in Willisau die Nachfolge von Peter Kneubühler an, welcher Ende Oktober 2021 auf eigenen Wunsch frühzeitig in Pension geht. Das teilten die Stadt Willisau und die Stadt Kriens am Donnerstag mit. Solari hat bereits über 25 Jahre berufliche Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung gesammelt. Bei der Stadtverwaltung Schlieren absolvierte er seine kaufmännische Ausbildung, später war er als Gemeindeschreiber der Gemeinde Dänikon, als Stadtschreiber-Stellvertreter der Stadt Dietikon und seit Oktober 2007 als Stadtschreiber der Stadt Kriens tätig. Der 54-Jährige ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern.

Die Stadt Kriens bedauert den Abgang, «weil damit dessen Erfahrung in der Führung der Stadt zu einem Teil verloren gehen wird», heisst es in der Mitteilung. Im Luzerner Hinterland freut man sich über den Zugang, Solari sei «der absolute Wunschkandidat» für diese zentrale Position im Willisauer Führungsmodell. «Er bringt alle geforderten Kompetenzen in höchstem Masse mit. Zudem stehen in Willisau einige Projekte und Entwicklungen an, für die er aus seiner früheren Tätigkeit bereits Erfahrung mitbringt. Digitalisierung in der Verwaltung ist ein Beispiel dazu», heisst es weiter.

Guido Solari, warum verlassen Sie die Krienser Stadtverwaltung?

Guido Solari: Der Grund ist mein Alter. Mit 54 Jahren muss man sich überlegen, ob man für den Rest der Arbeitszeit vor der Pension bei der gleichen Arbeitsstelle bleiben soll oder nochmals etwas Neues ausprobieren möchte. Ich habe mich entschieden, einen Neustart zu wagen.

Der gesamte Stadtrat wurde letztes Jahr komplett ausgewechselt, Sie waren der Letzte der alten Garde. Hat die Zusammenarbeit mit dem neuen Stadtrat nicht wie gewünscht funktioniert?

Doch, die Zusammenarbeit hat gut funktioniert. Das war für mich kein Grund für den Wechsel. Auch die Zusammenarbeit mit meinem Sohn, der letztes Jahr in den Krienser Einwohnerrat gewählt wurde, klappt sehr gut.

Was reizt Sie an der neuen Aufgabe in Willisau?

Willisau ist eine sehr interessante Gemeinde. Durch die Fusion mit Gettnau auf den 1. Januar 2021 fallen beispielsweise neue Aufgaben an. Ausserdem hat der Stadtschreiber im Willisauer Führungsmodell eine spezielle Stellung als Verantwortlicher der operativen Leitung. Das unterscheidet sich von Kriens, wo ich Vorsteher der Stadtkanzlei als Stabsabteilung bin.

Welchen Bezug haben Sie zu Willisau?

Noch keinen grossen. Ich habe jedoch neun Jahre lang als Präsident des Gemeindeschreiber- und Geschäftsführerverbands des Kantons Luzern geamtet. Dort war ich lange mit dem jetzigen Stadtschreiber, Peter Kneubühler, im Vorstand. Daher habe ich viel mitbekommen, was in Willisau läuft.