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GUNZWIL: Für das grosse Musikfest geben sie alles

Im Fokus des Jugendmusikfestes stehen zwei junge Frauen. Sie lächeln von Plakaten, Flyern – und spielen in einem Film mit.
Ernesto Piazza
Sandra Boog (rechts, 18) und die 20-jährige Larissa Brunner aus Gunzwil spielen Ende Monat mit der Feldmusik in ihrem Dorf. (Bild Boris Bürgisser)

Sandra Boog (rechts, 18) und die 20-jährige Larissa Brunner aus Gunzwil spielen Ende Monat mit der Feldmusik in ihrem Dorf. (Bild Boris Bürgisser)

Keine Frage: Larissa Brunner (20) und Sandra Boog (18) sind das aktuelle Aushängeschild der Feldmusik Gunzwil. Ein anlässlich des Musikfestes 2012 im luzernischen Aesch gemachte Schnappschuss liege zwar eine Weile zurück, sagt OK-Mitglied Markus Bucher. «Seis drum. Wir finden das Bild nach wie vor cool.» Was also mit einer spontanen Idee begann und einer ebenso spontanen Zusage der jungen Frauen seine Fortsetzung fand, wurde umgesetzt.

Es habe sich zwar zuerst etwas komisch angefühlt, sagt Sandra Boog. «Mein Gesicht immer wieder zu sehen, war gewöhnungsbedürftig.» Doch mittlerweile sei so etwas wie Normalität eingekehrt, weiss Larissa Brunner. Oder anders gesagt: Die Musikerinnen leben ganz gut mit dem gestiegenen öffentlichen Interesse. Und vor allem: Bei beiden ist die Vorfreude auf das Jugendmusikfest vom 25.–29. Mai in Gunzwil greifbar. «So einen Anlass im eigenen Dorf hautnah mitzuerleben, ist einfach mega», betonen sie.

Unterschiedliche Wege zur Musik

Bereits im Teenageralter von 14 Jahren kamen die beiden zur Feldmusik. Bei der 20-jährigen Verwaltungsangestellten führte der Weg vom Präsidenten zu ihrer Mutter. «Er fragte sie, ob ich mitmachen wolle.» Die Mutter stimmte zu. Und sie sei es auch, die oft auf das Foto angesprochen werde, weiss Larissa Brunner. Bei der 18-jährigen angehenden Fachfrau Gesundheit motivierte sie ihr bereits bei der Formation spielender Götti.

Als Organisator des Kantonalen Jugendmusikfestes erwartet die Feldmusik Gunzwil an den vier Anlässen insgesamt zirka 10 000 Besucher. Aktuell hat sie 34 Mitglieder von 15 bis 74 Jahren. Dieser breite Mix sei spannend, sagt Larissa Brunner. Trotz des grossen Altersunterschieds sei der Zusammenhalt genial. Die beiden Frauen kommen förmlich ins Schwärmen, wenn sie in ihren Erinnerungen an das letztjährige Luzerner Kantonal-Musikfest in Sempach schwelgen. Da erreichte die als 3.-Klass-Musik startende Formation zweimal einen 2. Platz. «Die Stimmung war grandios. Es flossen auch einige Freudentränen.» Dass bei allem Spass an der Sache noch erfolgreich konzertiert wird, sei Dirigent Michael Müller geschuldet. «Er bringt neue Ideen und kann sehr gut motivieren.»

Sandra Boog begann ihre ersten musikalischen Gehversuche mit der Flöte. Um später – obwohl sie Cornet lernen wollte – bei der Posaune zu landen. «Der ‹Zug› fasziniert mich immer wieder aufs Neue.» Als bisher einzige Frau gehört sie zudem der aus Mitgliedern der Feldmusik bestehenden Reitermusik Gunzwil an. Dort spielt sie Tenorhorn. Sie hoffe, dass das Eis bei der Männerdomäne nun gebrochen sei, sagt sie und schmunzelt. Larissa Brunner startete mit dem Xylofon, spielte später Konzert-Xylofon und fühlt sich mittlerweile beim Percussion-Instrument zu Hause. Das Energiebündel freuts immer, «wenn etwas los ist.» Wenn sie den Speed voll rüberbringen kann.

Beide leben ihr Hobby in vollen Zügen und favorisieren stimmige Unterhaltungsmusik. Die Feldmusik Gunzwil pflegt ebenfalls diesen Stil. Das ist ganz im Sinn von Larissa Brunner und Sandra Boog. Wenn die Stimmung im Saal steigt, gehen bei ihnen die musikalischen Herzen auf.

Ewig junger Radetzky-Marsch

Dem marketingverantwortlichen Markus Bucher ist nicht nur die Idee des Bildes mit den beiden «Frontgirls» geschuldet: Er war auch Initiant eines Filmes mit den beiden als «Schnäggen» bezeichneten Hauptdarstellerinnen, wie auf Youtube zu sehen ist. Untermalt werden die Szenen mit den Tönen des weltbekannten, von Johann Strauss komponierten Radetzky-Marsches.

Zum Abschluss von «Musig ond meh» feiert die Feldmusik Gunzwil seinen 125. Geburtstag und leistet sich aus diesem Anlass eine neue Uniform. «Für den Verein ist dies natürlich ein ganz spezielles Highlight», so die beiden «Frontgirls». Es sei nicht mehr selbstverständlich, eine solch breite Unterstützung aus der Bevölkerung zu erhalten. Umso mehr hoffen sie auf «viel Wetterglück, dass die immensen Vorarbeiten belohnt werden.»

ernesto Piazza

hinweis

Weitere Informationen zum Luzerner Kantonal-Jugendmusikfest gibts unter: www.gunzwil2016.ch.

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