Guter Bienenbestand dank schlechter Ernte

Der Bienenbestand im Kanton Luzern hat sich erholt. Die Honigernte ist trotzdem gering. Die Imker sehen darin aber auch positive Aspekte.

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Bieneninspektor Andreas Marti begutachtet eine Wabe von Imker Josef Lustenberger. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Bieneninspektor Andreas Marti begutachtet eine Wabe von Imker Josef Lustenberger. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Nach dem grossen Bienensterben im Winter hat die Population der Bienenvölker im Kanton Luzern wie auch in der restlichen Schweiz wieder zugenommen. Für die Imker ist dies ebenso erfreulich wie überraschend. «Wir verzeichneten im Kanton Luzern nach dem Winter einen Verlust von etwa der Hälfte der 2500 Völkern. Nun hat sich der Bestand erholt und ist wieder wie im Vorjahr», sagt Andreas Marti, stellvertretender Bieneninspektor des Kantons Luzern.

Dennoch: Viele Imker haben diese Jahr eine schlechte Honigernte. Christoph Bünter, Bieneninspektor Amt Luzern: «Ich habe mir überlegt, ob ich die Honigschleuder überhaupt in Betrieb nehmen soll. Der Honigertrag meiner Bienen kann ich mit der linken Hand tragen», sagt er scherzend. Er ärgert sich aber nicht über die geringe Ausbeute. «Durch die ungünstige Witterung hatten die Bienen den vorhandenen Nektar nur bedingt aufnehmen können. Zudem sind die wichtigen Läuse, die für den Waldhonig nötig sind, mehrheitlich ausgeblieben.»

Trotzdem haben die Bienen gut gearbeitet. «Die Apfelbäume tragen Früchte, das ist der Beweis», so Büttner. Er ist zuversichtlich, dass es mit der Honigernte in einem der kommenden Jahre wieder richtig einschenken werde.

Roger Rüegger

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