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Kolumne

Guter Punkt: Das Rezept gegen die «Aufschiebitis»

Redaktor Urs-Ueli Schorno schreibt in unserer Landkolumne «landauf, landab» darüber, wie er in der Entlebucher Brattig ein Rezept gegen die grassierende «Aufschiebitis» gefunden hat.
Urs-Ueli Schorno
Redaktor Urs-Ueli Schorno

Redaktor Urs-Ueli Schorno

Ja, ich kenne das Studentensyndrom. Ich fühlte mich gar ertappt, als meine Kollegin vergangene Woche über das «auf die lange Bank schieben» schrieb. Ich habe mich nämlich zuvor gerade sehr gefreut, dass ich noch eine Woche länger Zeit hatte, mir Gedanken über ein Thema für meine eigene Kolumne zu machen.

Natürlich machte es sich dann auch diese Kolumne eine Weile lang auf der langen Bank gemütlich. Bewegte sich gemächlich von einem Ende zum anderen hin, sprich: In Richtung Abgabetermin. Also blätterte ich noch einmal in der «Entlebucher Brattig». Das Anfang November erschienene Werk hatte es mir angetan.

Irgendwann war ich aber am Punkt angekommen, wo sich die Schreiberei nicht länger hinauszögern liess. Fast hatte ich übersehen, dass ich die Lösung bereits in der Hand hielt: Denn der Star der besagten Brattig, das sind nicht die vielen, guten regionalen Beiträge. Sondern das Konzept. Das Thema ist nämlich so bestechend einfach wie präzise: Punkt. Und der Punkt, so fiel mir ein, der könnte ja die Lösung sein. Ein Rezept gegen die grassierende «Aufschiebitis».

In Satzzeichen gesprochen: Wer sich beim nächsten mal dabei erwischt, wie er Kommas, Fragezeichen, Ausrufezeichen oder gar Gedankenstriche dazu benutzt, das Ende einer Sache – oder eines Satzes – hinauszuzögern, weil er gerade nicht weiss, wie er sie abschliessen soll; der fasse das Ziel ins Auge, konzentriere sich auf diesen Punkt, um endlich, endlich fertig zu werden – denn das kann der Punkt besonders gut: Eine Zäsur setzen. Und schon kann man Weitermachen, oder etwas ganz anderes. Was Neues Beginnen, zum Beispiel: Sich einfach mal auf eine Bank setzen. Eine Brattig lesen oder eine Zeitung. Punkt.

Hinweis: Am Freitag äussern sich jeweils Gastkolumnisten und Redaktoren unserer Zeitung zu einem frei gewählten Thema.

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