GUTES AUGE: Ein magisches Selfie mit der Milchstrasse

Dieses sensationelle Bild hat unser Fotograf Philipp Schmidli geschossen. Nötig waren dazu unter anderem ein gutes Auge, einige Stunden Zeit und der perfekte Standort.

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Ein Selbstporträt mit der Milchstrasse: Unser Fotograf hat dieses sensationelle Bild mitgebracht. (Bild: Philipp Schmidli)

Ein Selbstporträt mit der Milchstrasse: Unser Fotograf hat dieses sensationelle Bild mitgebracht. (Bild: Philipp Schmidli)

Eine sternenklare Nacht bei Neumond, ein halbwegs abgelegener Standort ohne Licht aus den Dörfern, das passende Equipment und einige Stunden Zeit: Mit dieser Zusammensetzung und einem guten Auge gelingen bisweilen fantastische Bilder.

Unserem Fotografen Philipp Schmidli juckten am Dienstagabend die Finger. So setzte er sich ins Auto und fuhr Richtung Glaubenberg.

«Von dort aus erreicht man binnen einer Stunde die Trogenegg. Ohne Fotomaterial und mit richtigem Schuhwerk vielleicht etwas schneller. Der Ehrgeiz packte mich. Zuerst wollte ich nicht so weit gehen», sagt Schmidli, der mit seiner spontanen Wanderung seine Lieblingssneakers schliss und zusätzlich arg an den Fingern fror ob der Kälte.

Doch solche Kleinigkeiten nimmt ein Fotograf auf der Suche nach dem Bild natürlich in Kauf. Denn die Stimmung nach der Dämmerung ist, wie das Bild beweist, sensationell.

Kamera installieren, Verschlusszeit auf 15 Sekunden einstellen und Selbstauslöser aktivieren. Danach Hände in die Hosentaschen und den magischen Moment geniessen. Der Mann ist Schmidli selbst.

In der Mitte des Bildes, zwischen ihm und der Milchstrasse, erkennt man die schneebedeckten Eiger, Mönch und Jungfrau. Rechts daneben mit dem hellen Lichtschimmer das Brienzer Rothorn.

Wer nun Lust bekommen hat, ein Selfie in solcher Qualität anzufertigen: Am 23. Oktober wäre wieder Neumond. Schmidlis Tipp: Wetterbericht studieren und Handschuhe nicht vergessen.

rgr