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Kommentar

Hände weg von den Firmensteuern

Die Firmensteuern fliessen noch immer zäh. Sie entwickeln sich aber in eine positive Richtung.
Lukas Nussbaumer
Lukas Nussbaumer

Lukas Nussbaumer

«Selbstverständlich hätten wir eine stärkere und schnellere Zunahme der Firmensteuern im Kanton Luzern begrüsst.» Das sind heute, sieben Jahre nach der Halbierung der Gewinnsteuern auf den landesweit tiefsten Satz, die meist ausgesprochenen Worte von bürgerlichen Politikern. Sie sind zugleich ein Geständnis dafür, dass man sich verschätzt hat. Erst recht dann, wenn im Gespräch der Nachsatz zu hören ist, Luzern habe die Ausfälle aus dem nationalen Finanzausgleich zu wenig berücksichtigt. Fazit: Die Tiefsteuerstrategie des Kantons Luzern hat zu Millionenausfällen in den Kassen von Gemeinden und Kanton geführt, wie jüngst von Lustat Statistik Luzern publizierte Daten zeigen.

Richtig ist aber auch: Die Firmensteuern entwickeln sich in eine positive Richtung. Und Meldungen von zuziehenden Grossfirmen wie Adidas nähren die Hoffnung, es komme mit der Tiefsteuerstrategie dann schon gut. Wenn auch später als erwartet.

Richtig ist ebenso: Es wäre unklug, die Firmen nach den jahrelangen Steuergeschenken ausgerechnet jetzt stärker zu belasten. Mit der nationalen Steuerreform senken nämlich die meisten Kantone ihre Steuern. Aus dem Vorteil, den Luzern hatte, aber nie richtig davon profitieren konnte, würde ein Nachteil: Mobile Unternehmen würden schnell einen Wegzug aus Luzern in Betracht ziehen. Die Zeche zahlen müssten – wie in den vergangenen sieben Jahren – ein zweites Mal die natürlichen Personen.

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