HALBJAHRESZAHLEN: Sinkende Milchpreise drücken Emmi-Umsatz

Emmi hat sich im ersten Halbjahr 2009 stabil entwickelt: Zwar ging der Umsatz wider Erwarten zurück – doch der Reingewinn konnte erheblich gesteigert werden.

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Die Emmi in Emmen. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Die Emmi in Emmen. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Der führende Schweizer Milchverarbeiter Emmi hat im ersten Halbjahr 2009 mit rund 33 Millionen Franken gut 23 Prozent mehr Gewinn ausgewiesen. Der Umsatz ging im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 0,7 Prozent auf 1,281 Milliarden Franken zurück, wie Emmi das Unternehmen bekannt gab. Der Rückgang wurde hauptsächlich auf die Rohstoffpreise zurückgeführt, die wegen der Überproduktion im ersten Semester 2009 weiter unter Druck geraten sind. Die Folge davon waren sinkende Detailhandels- und Endkonsumentenpreise. Im Schweizer Markt verzeichnete Emmi einen Umsatzrückgang von knapp vier Prozent, während das internationale Geschäft um gut zehn Prozent zulegen konnte.

Weiterer Umsatzrückgang erwartet
Für das zweite Halbjahr erwartet Emmi wegen der angespannten Konsumentenstimmung, der tieferen Rohstoffpreise und der erwarteten Wechselkursentwicklung ebenfalls einen Umsatzrückgang. Für das gesamte Geschäftsjahr wird mit einem tieferen Umsatz in der Grössenordnung von fünf Prozent gerechnet, aber mit einer dem Zielkorridor entsprechenden Reingewinnmarge von zwei bis 2,5 Prozent. Im April dieses Jahres war Emmi noch davon ausgegangen, dank des Auslandgeschäfts den Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2009 halten zu können.

Folgen an der Börse
Die von Emmi am Freitag überraschend veröffentlichten Halbjahreszahlen sind in Bezug auf den Umsatz unter den Erwartungen von Analysten ausgefallen, hatte doch etwa jener der Zürcher Kantonalbank mit einem höheren Halbjahresumsatz und für das ganze Jahr mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau gerechnet. An der Börse gaben die Emmi-Aktien in der Folge bei geringen Handelsvolumen um bis zu 1,3 Prozent auf 114 Franken nach.

ap/scd